BRISANT: Microsoft soll NSA beim Zugriff auf Outlook geholfen haben

Verfasst von am Fr., 12.07.2013 - 10:44

Es vergeht kein Tag, an dem nicht neue Informationen über die US Daten Affäre an das Tageslicht kommen. So hat nun der „Guardian“ einen Bericht veröffentlicht, in welchem Microsoft ebenfalls mit dem amerikanischen Geheimdienst unter einer Decke gesteckt haben soll.

Der Konzern hätte nämlich dem Geheimdienst geholfen die Daten Verschlüsselung bei Outlook zu umgehen. Ein brisantes Detail, welches Microsoft in die Enge treibt.

Outlook, Hotmail, Live – alles von der NSA kontrolliert

hilfe-bei-mail-ueberwachungDer amerikanische Geheimdienst NSA und Microsoft haben eine Zusammenarbeit getätigt, welche sehr wohl das Ziel hatte, die Verschlüsselungen beim Outlook Programm zu umgehen. Der „Guardian“ geht mit seinem Bericht mit dem Software Riesen hart ins Gericht. So wäre es NSA möglich gewesen, dass ein Zugriff auf das Web Portal Outlook ermöglicht worden sei. Die britische Zeitung habe die Informationen aus einem Bericht vom Staatsfeind Nr. 1 Edward Snowden erhalten, sodass man sicher sein könnte, dass Microsoft NSA geholfen habe.

Ein Vertrauensbruch gegenüber Millionen von Kunden, welche Microsoft Produkte nutzen und ein weiteres Indiz, dass der amerikanische Geheimdienst keine Berührungsängste vor der Privatsphäre der Bürger hätte.

Microsoft reagierte auf den Artikel im britischen Blatt mit einer Stellungnahme, dass es „sehr wohl Fälle gäbe, welche eine Zusammenarbeit mit Behörden notwendig machen würden, da es laut dem Gesetz auch vorgeschrieben sei“. Zudem betonte Microsoft, dass diese Praktiken nicht flächendeckend umgesetzt wurden, sondern immer nur Einzelfälle betroffen habe, „wo eben der Verdacht erhärtet war“.

Snowden hat auch mit Microsoft eine Rechnung offen

Edward Snowden, der derzeit in Russland ist und auf Asyl in Südamerika hofft, hatte bei der NSA gearbeitet und mit seinen Berichten die Welt in einen Schockzustand versetzt. Mittels eines internen Schreibens berichtete Snowden, dass sehr wohl Microsoft die Dienste Hotmail, Outlook wie auch Live der NSA zur Verfügung gestellt habe bzw.

Tipps gab, wie die Verschlüsselung umgangen werden könnte. So war es dem Geheimdienst möglich private E-Mails zu lesen. Zudem arbeitete Microsoft auch mit dem FBI zusammen, der amerikanischen Bundespolizei, und sorgte auch dafür, dass die Daten bei SkyDrive leichter zu erhalten seien. Auch Skype sei unter den Fittichen von NSA gewesen.

Die Stellungnahme von Microsoft erinnert an eine Schutzbehauptung

Auch wenn der Software Konzern in seiner Mitteilung bekannt gab, dass man sehr verpflichtet sei, mit den Behörden zusammen zu arbeiten, wenn der Verdacht bestehe, es handle sich um Verbrecher oder Terroristen, so sagt der Bericht von Snowden deutlich, dass auch ein flächendeckender Zugriff erfolgt war. Microsoft bot das Gespräch an und versprach auch in der Stellungnahme mehr Transparenz, sofern dies gewünscht wird. Merkwürdig ist nur, dass Microsoft noch vor Wochen bestritten habe, mit den amerikanischen Behörden unter einer Decke zu stecken.