
Der Automobilzulieferer Continental hat für 2012 positive Aussichten für sich und die Automobilbranche. Trotz Schuldenkrise sei das Unternehmen auf einem Wachstumspfad. Foto: photocase.com © MaybeWorld
HANNOVER (DerFinanzer) – Der Automobilzulieferer Continental hat für 2012 positive Aussichten für sich und die Automobilbranche. Trotz Schuldenkrise sei das Unternehmen auf einem Wachstumspfad. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ am Donnerstag.
„Unser viertes Quartal ist sehr gut gelaufen, der Umsatz sollte knapp über dem Niveau des dritten Quartals liegen“, sagte Konzernchef Elmar Degenhart. „Die Kundennachfrage zeigt, dass wir diesen guten Kurs bis März fortsetzen. Mit Elektronik und mit Reifen wachsen wir sogar schneller als die Auto-Industrie“, heißt es weiter. Besonders auf die Märkte in Asien und Amerika würde gesetzt.
Continental hatte im dritten Quartal seinen Umsatz um 19 Prozent auf 7,71 Euro gesteigert. Das operative Ergebnis lag bei 743,7 Millionen Euro und stieg um mehr als 50 Prozent an. Die Rendite lag Ende September bei 9,9 Prozent. Als Ziel für das gesamte Geschäftsjahr hat sich Continental ein Umsatzplus von mindestens 10 Prozent und eine bereinigte operative Umsatzrendite von 10 Prozent gesetzt.
In Europa werde es in der Autobranche sicherlich einen Rückgang geben, „aber es bestehen Chancen auf Wachstum in Amerika, und Asien wird weiter zulegen“, betonte Degenhart. „Beides dürfte die Schwäche in Europa mehr als ausgleichen“. 2012 sollten weiterhin 75 Millionen Autos weltweit produziert werden, es sei möglich „dass es 2012 sogar drei bis vier Prozent mehr werden, also 77 bis 78 Millionen Pkw.“
2020 könnten weltweit 100 Millionen Autos pro Jahr verkauft werden. „Das wäre ein Wachstum von etwa 30 Prozent – und wir haben den Anspruch, schneller zu wachsen als der Markt“, erklärte Degenhart. Continental habe derzeit einen Umsatz von 30 Milliarden Euro und wolle 2020 mindestens 40 Milliarden Euro erreichen.
„Bis spätestens 2012 wollen wir von Rating-Agenturen wieder so eingestuft werden, dass sie normalen Anlegern unbedenklich den Kauf einer Conti-Anleihe empfehlen können“, sagte der Konzernchef zum Thema Schuldenabbau von Continental. “Dazu soll der Schuldenstand von ursprünglich elf Milliarden Richtung sechs Milliarden Euro bis Ende des nächsten Jahres sinken.“
Der Autozulieferer Schaeffler ist mit 60 Prozent an Continental beteiligt. Eine Fusion mit Schaeffler sei aber derzeit kein Thema. “Die Fusion bleibt grundsätzlich eine Option. Im Moment wird darüber aber nicht diskutiert“, betonte Conti-Chef Degenhart.