BASF: Analysten halten Ziele für ambitioniert

BASF: Analysten halten Ziele für ambitioniert
Foto: © BASF SE

HAMBURG (DerFinanzer) – Die Analysten der WGZ Bank stufen die Aktien des Chemiekonzerns BASF bei einem unveränderten Kursziel von 56,00 Euro weiterhin mit „Halten“ ein. Der Konzern hat neue Langfristziele bis 2020 präsentiert. Das Unternehmen geht davon aus, 2 Prozentpunkte über der globalen Chemiebranche zu wachsen. Bis 2012 wird das Umsatzwachstum bei jährlich 6 Prozent und die EBITDA-Entwicklung bei 23 Milliarden Euro gesehen (2010: 11,15 Milliarden Euro). Die Finanzexperten der WGZ Bank halten die Ziele für ambitioniert. „Insgesamt werten wir die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie positiv. Kurz-und mittelfristig sehen wir jedoch weiterhin Risiken auf Grund der konjunkturellen Unsicherheiten infolge der Staatsschuldenkrise“, kommentieren die Analysten.

Anlageurteil: Halten (unverändert)
Kursziel: 56,00 Euro (unverändert)

Notenbanken senken gemeinsam Swap-Zinssätze

Notenbanken senken gemeinsam Swap-Zinssätze
Foto: wikimedia.org © Dan Smith

NEW YORK (DerFinanzer) – Die Europäische Zentralbank EZB, die US-Notenbank Fed, die Bank of Canada, die Bank of England, die Bank of Japan und die Schweizerische Nationalbank SNB haben am Mittwoch in einer konzertierten Aktion überraschend die Zinsen auf US-Dollar Swaps gesenkt. Durch die gemeinsame Maßnahme der weltweit führenden Notenbanken soll die Liquiditätslage des globalen Interbankensystems verbessert werden. Das Abkommen der Notenbanken gilt bis Februar 2013 und regelt die gemeinsame Senkung der Zinsen auf US-Dollar Swaps ab dem 5. Dezember um 50 Basispunkte.

„Mit den verbesserten Konditionen für das Notfall-Liquiditätsprogramm macht die Fed klar, dass sie nichts anbrennen lassen will, auch nicht am Basis-Swapmarkt. Nutznießer dieser Aktion sind die europäischen Banken. Es bleibt abzuwarten, ob sich nun die Situation am kurzen Ende des Basis-Swapmarktes entspannt“, kommentieren die Analysten der Nord/LB. Dank bilateraler Vereinbarungen der obigen ausländischen Notenbanken mit der Fed könne Notfallliquidität in allen Hauptwährungen zur Verfügung gestellt werden, heißt es weiter.

Positiv äußert sich auch Helaba-Analyst Ralf Umlauf gegenüber der Nachrichtenagentur „Reuters“: „Der Schritt zeigt, dass alle Beteiligten den Ernst der Lage erkannt haben. Wie die Senkung der Mindestreserve in China ist dies sehr hilfreich. Die Geldpolitik ist am Zug und zeigt, dass sie der Weltkonjunktur unter die Arme greift“, so der Experte.

Indien: Wirtschaftswachstum deutlich abgeschwächt

Indien: Wirtschaftswachstum deutlich abgeschwächt
Foto: © Seb & Jen / wikimedia.org
NEU DELHI (DerFinanzer) – Indien hat im dritten Quartal ein Wirtschaftswachstum von lediglich 6,9 Prozent erreicht. Den Angaben des indischen Central Statistical Office zufolge, lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Monaten Juli bis September damit auf dem niedrigsten Wert seit dem zweiten Quartal 2009.

Allein im zweiten Quartal 2011 erreichte das indische Wirtschaftswachstum noch eine Steigerung von 7,7 Prozent. Selbst im Vorjahreszeitraum erzielte die drittgrößte Wirtschaft Asiens noch ein Wachstum von 8,4 Prozent.

Auch wenn die Prognosen der Experten, die mit einem Anstieg um 6,8 Prozent gerechnet hatten, minimal übertroffen werden konnte, handelt es sich bei diesem geringen Wachstum um einen herben Schlag für das wirtschaftliche Boomland Indien.

Als mögliche Ursachen für das schlechte Quartalsergebnis gelten unter anderem diverse Korruptionsskandale, die die Reformanstrengungen des Premierministers Manmohan Singh, die indische Wirtschaft weiter anzutreiben, behinderten. Ebenso kämpft das Schwellenland auch mit einer Inflation, wobei die indische Inflationsrate bereits seit elf Monaten ununterbrochen bei über 9 Prozent liegt und damit fast doppelt so hoch ist, wie die chinesische Inflationsrate.

„Hohe Zinsen, Reformstau, Korruptionsskandale und eine globale Wirtschaftsabkühlung legen einen tiefen Schatten über die indische Wachstumsstory“, resümiert Rohini Malkani, Volkswirt der Citigroup in Mumbai. „Was mich besorgt ist, dass die Wachstumsaussichten auch für das kommende Jahr nicht besser werden“, so Malkani.

AT&T: FCC kritisiert massiv Deal mit T-Mobile USA

AT&T: FCC kritisiert massiv Deal mit T-Mobile USA
Foto: © FoUTASportscaster / wikimedia.org
WASHINGTON (DerFinanzer) – Die amerikanische Telekommunikations-Behörde FCC hat gegen den Verkauf der amerikanischen Telekom-Tochter T-Mobile USA an den Telekommunikationskonzern AT&T massive Einwände erhoben. Einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zufolge, gehen die Bedenken im Zusammenhang mit dem Milliardengeschäft noch viel weiter als bislang bekannt.

Dies geht aus einem mehr als 100-seitigen Bericht hervor, den FCC in der Nacht zum Mittwoch veröffentlichte. Die Telekommunikationsbehörde wirft AT&T sowie T-Mobile USA vor, ihren Übernahmeplan fehlerhaft begründet zu haben. Hiernach könnte das Milliardengeschäft den Wettbewerb in fast allen wichtigen US-Regionen erheblich verringern und gleichzeitig die Preise für den Verbraucher immens in die Höhe treiben.

Neben den fehlenden Belegen, inwiefern ein Zusammenschluss der Konzerne tatsächlich neue Arbeitsplätze schaffen würde, sei den FCC-Experten ebenso nicht klar, warum das Mobilfunknetz ohne eine Übernahme der Telekom-Tochter nicht weiter ausgebaut werden könne. Der Bericht der Telekommunikationsbehörde kommt zu dem Schluss, dass beide Konzerne nicht hätten darlegen können, inwiefern die Übernahme im Interesse der Öffentlichkeit sei.

Im Zuge dieses Berichts wird ein Scheitern der Übernahme als immer wahrscheinlicher erachtet. Dies könnte AT&T aber richtig teuer zu stehen kommen. So müsste das US-Unternehmen rund 6 Milliarden Dollar in Form von Bargeld und Mobilfunk-Frequenzen an die Deutsche Telekom zahlen. Dieses Geld würde der Telekom aber nicht ausreichen, um Schulden abzubauen und den längst überfälligen Ausbau von Glasfasernetzen voranzutreiben. Die Telekom signalisierte bereits, wie stark der geplante Schuldenabbau von dem Verkauf der Tochter abhängig sei.

Derzeit zählt T-Mobile zum drittgrößten Mobilfunk-Anbieter auf dem US-amerikanischen Markt. Insofern die geplante Übernahme mit AT&T zustande käme, würde AT&T die Spitzenposition noch vor Verizon Wireless einnehmen.

Britische Botschaft in Teheran geschlossen

Britische Botschaft in Teheran geschlossen
Foto: © DPA

TEHERAN (DerFinanzer) – Die britische Regierung wird offenbar seine Botschaft in Teheran schließen und das gesamte Botschaftspersonal aus dem Iran abziehen. Damit zieht Großbritannien die Konsequenzen aus der gewaltsamen Erstürmung der Britischen Botschaft von einer Gruppe protestierender Studenten.

Bislang liegt zwar keine offizielle Bestätigung seitens der britischen Regierung vor, der britische Sender BBC beruft sich bei seinen Angaben auf diplomatische Quellen. Im Vorfeld des Angriffs hatte Premierminister Cameron dem Iran mit ernsten Konsequenzen gedroht. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte das brutale Vorgehen auf die britische Botschaft in Teheran. Sie forderten die iranische Führung dazu auf, diplomatischen Einrichtungen und deren Mitarbeiter besseren Schutz zu garantieren. Neben Großbritannien wird wohl auch Norwegen seine Botschaft in Teheran aus Sicherheitsgründen aufgeben.

Auch die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton übte Kritik am Angriff auf die britische Botschaft. Die USA erwarten von den iranischen Behörden, dass diplomatisches Personal ausreichend geschützt werde. Sie bezeichnet die Erstürmung der Botschaft als Affront gegen das britische Volk sowie gegen die internationale Gemeinschaft. Die iranischen Studenten hatten im Zuge ihrer Proteste nicht nur die Botschaft in Teheran besetzt sondern auch Wohnanlagen britischer Diplomaten angegriffen. Laut iranischer Nachrichtenagentur Fars wurden sechs Botschaftsmitarbeiter von iranischen Sicherheitsleuten befreit. Das iranische Außenministerium sprach indes sein Bedauern über den Vorfall aus.

Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 2,713 Millionen

Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 2,713 Millionen
Foto: © Bundesagentur für Arbeit
NÜRNBERG (DerFinanzer) – Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland im November auf 2,713 Millionen gesunken. Dies teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mit.

Im November hat es im Vergleich zum Oktober rund 24.000 weniger Erwerbslose gegeben. Im Unterschied zum Vorjahr sind sogar 214.000 Personen mehr in einem Arbeitsverhältnis. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Oktober um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent.

Den Aussagen des BA-Vorstandsmitglieds Heinrich Alt zufolge, profitiere der Arbeitsmarkt von der guten wirtschaftlichen Entwicklung. „Die Arbeitslosigkeit geht zurück, die Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wachsen weiter, und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist gestiegen.“

„Im November ist keine Eintrübung zu erkennen“, verwies Alt. Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen sei in diesem November sogar kräftiger als im Vergleich zu den Vorjahren.

Auch unter Beachtung der jahreszeitlich bedingten Schwankungen auf dem Arbeitsmarkt, ginge die Arbeitslosigkeit deutlich zurück. Laut der Bundesagentur für Arbeit fiel die Arbeitslosenzahl saisonbereinigt im Vergleich zum Oktober um 20.000 Arbeitslose.

Allianz: Abbau von 900 Stellen bis 2014 geplant

Allianz: Abbau von 900 Stellen bis 2014 geplant
Foto: © Oliver Raupach / wikimedia.org
MÜNCHEN (DerFinanzer) – Der Versicherungskonzern Allianz hat den Abbau von rund 900 Stellen bis zum Jahr 2014 geplant. Gegenüber dem „Handelsblatt“ äußerten die Allianz-Vorstände Markus Rieß und Severin Moser, dass bereits ab Januar 2012 400 Arbeitsplätze in der Sparte der Sachversicherung gestrichen werden.

Ebenso sei geplant, das zentrale Posteingangszentrum in Berlin auszugliedern und somit weitere 340 Arbeitsplätze einsparen zu können. Rieß und Moser zufolge, sollen die restlichen 150 Stellen bis 2014 im Internetgeschäft wegfallen. Demgegenüber planen die Manager jedoch, im Bereich der Krankenversicherung 100 neue Arbeitsplätze in Berlin zu schaffen.

Hintergrund des massiven Stellenabbaus sind vor allem die Umbaumaßnahmen, der bereits seit mehreren Jahren schwächelnden Sachversicherungssparte. Gegenüber dem „Handelsblatt“ sagte der Deutschland-Chef Rieß: „In der Sachversicherung sind wir mit sehr großem Abstand Marktführer. Wir verlieren aber Marktanteile und sind in der Profitabilität nicht da, wo wir einmal waren, und auch nicht da, wo wir einmal hinwollen.“ Hiernach müsse die Sparte der Sachversicherung endlich einen profitablen Wachstumskurs einschlagen.

Konkret plane das Management der Allianz die Prämieneinnahmen in der Sachversicherungssparte von zuletzt knapp 9 Milliarden Euro auf 9,5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2014 zu erhöhen. Neben dem Abbau von Stellen sollen vor allem modulare Produkte die Attraktivität der Allianz-Angebote steigern und somit den Bereich profitabler machen.