Samoa streicht 30. Dezember 2011 aus dem Kalender

Der Südseeinselstaat Samoa hat seine Datumsgrenze verschoben und streicht den 30. Dezember 2011 aus seinem Kalender. Um Mitternacht (Ortszeit) ging der Inselstaat vom 29. Dezember direkt auf den 31. Dezember über.
Der Südseeinselstaat Samoa hat seine Datumsgrenze verschoben und streicht den 30.Dezember 2011 aus seinem Kalender. Um Mitternacht (Ortszeit) ging der Inselstaat vom 29.Dezember direkt auf den 31.Dezember über. Foto: © 2011 Samoa Tourism Authority

APIA (DerFinanzer) – Der Südseeinselstaat Samoa hat seine Datumsgrenze verschoben und streicht den 30. Dezember 2011 aus seinem Kalender. Damit sollen die Handelsbeziehungen zu der westlichen Datumsgrenze intensiviert werden. Das berichtet der „Stern“ am Freitag.

Um Mitternacht (Ortszeit) ging der Inselstaat vom 29. Dezember direkt auf den 31. Dezember über. Damit wechselt Samoa auf die andere Seite der internationalen Datumsgrenze. „Der Wechsel der Zeitzone macht unsere Geschäftskontakte nach Neuseeland, Australien und Asien einfacher“, erklärte Premierminister Tuilaepa Sailele Malielegaoi.

Im Jahr 1892 ist Samoa in die andere Richtung gesprungen. Dort waren die Wirtschaftsströme noch in die USA gegangen und deshalb strebte man deren Zeitzone hat. Durch die Veränderung der Wirtschaftsbeziehungen zu Neuseeland, Australien und Asien war für Samoa dieser erneute Zeitsprung angeblich notwendig. Wenn in Samoa noch Sonntag war, war bei den Handelspartnern schon Montag. Ab dem 31. Dezember haben nun alle Handelspartner den selben Wochentag. Ob dieser Schritt über die Datumsgrenze das Bruttosozialprodukt der Südseeinsel wirklich steigert, ist abzusehen.

Einkaufsmanager-Index: Chinas Wirtschaft schwächelt

Die schwächere Auslandsnachfrage von China hat sich auf den Einkaufsmanager-Index niedergeschlagen. Im Dezember stieg dieser auf 48,7 Zähler, liegt aber unter der Grenze von 50-Punkten. Die chinesische Regierung könnte jetzt die Risikopuffer für Kreditvergaben lockern.
Die schwächere Auslandsnachfrage von China hat sich auf den Einkaufsmanager-Index niedergeschlagen. Im Dezember stieg dieser auf 48,7 Zähler, liegt aber unter der Grenze von 50-Punkten. Die chinesische Regierung könnte jetzt die Risikopuffer für Kreditvergaben lockern. Foto: photocase.com © timo074

PEKING (DerFinanzer) – Die schwächere Auslandsnachfrage von China hat sich auf den Einkaufsmanager-Index niedergeschlagen. Im Dezember stieg dieser auf 48,7 Zähler, liegt aber unter der Grenze von 50-Punkten. Die chinesische Regierung könnte jetzt die Risikopuffer für Kreditvergaben lockern. Das berichtet das „Handelsblatt“ am Freitag.

Die Industrie von China schwächelt auch zum Ende des Jahres. Experten gehen davon aus, dass die Wirtschaft, durch eine Lockerung der Geldpolitik durch die Zentralbank, angekurbelt werden könnte. Im November betrug der Einkaufsmanager-Index der britischen Großbank HSBC 47,7 Zähler. Im Dezember stieg er um 1,0 Punkt auf 48,7 Zähler an. Damit liegt der Wert unter der 50-Punkte-Marke, welche Wachstum signalisiert. „Das Tempo der Abkühlung stabilisiert sich zwar, aber die schwächere ausländische Nachfrage macht sich langsam bemerkbar“, sagte HSBC-Ökonom Qu Hongbin.

Von der chinesischen Zentralbank wurden im November, erstmals seit drei Jahren, die Mindestreserve-Anforderungen der Banken gesenkt. Den Banken soll damit ermöglicht werden, mehr Darlehen an die Unternehmen auszugeben. Die Mindestreservequote liegt bei 21 Prozent, könnte aber nach Experten Ansichten noch weiter gesenkt werden. Fachleute vermuten aber zuerst eine Senkung der Leitzinsen, falls das Wirtschaftswachstum von China unter acht Prozent rutscht. Analysten rechnen für Ende 2011 mit einem Wachstum von weniger als 9,0 Prozent.

E10: Autofahrer tanken Biosprit immer öfters

Die deutschen Autofahrer haben offenbar ihre Vorbehalte gegen den Biosprit E10 aufgegeben. Der Absatz des Ökobenzins liegt bei den beiden größten Tankstellenketten Shell und Aral bei bis zu 20 Prozent.
Die deutschen Autofahrer haben offenbar ihre Vorbehalte gegen den Biosprit E10 aufgegeben. Der Absatz des Ökobenzins liegt bei den beiden größten Tankstellenketten Shell und Aral bei bis zu 20 Prozent. Foto: © 2011 AGRAVIS Raiffeisen AG

HAMBURG (DerFinanzer) – Die deutschen Autofahrer haben offenbar ihre Vorbehalte gegen den Biosprit E10 aufgegeben. Der Absatz des Ökobenzins liegt bei den beiden größten Tankstellenketten Shell und Aral bei bis zu 20 Prozent. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)“ am Freitag.

„Jeden Tag haben wir 100.000 Kunden für das Produkt“, sagte ein Shell-Sprecher. Ein Sprecher von Aral bestätigte lediglich, dass der Marktanteil von E10 „langsam steigt“. Im November betrug der E10-Anteil am Benzinumsatz 11 Prozent, das veröffentlichte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV).

Am Anfang dieses Jahres wurde der Kraftstoff eingeführt. E10 war nur an wenigen Tankstellen verfügbar und viele Autofahrer hatten Angst vor Motorschäden. „Inzwischen [ist der Kraftstoff flächendeckend in Deutschland verfügbar“, betonte MWV-Hauptgeschäftsführer Klaus Picard. Zudem seien etwa 90 Prozent der Fahrzeuge, die zuvor das klassische Superbenzin getankt hätten, mit dem Biokraftstoff zu betreiben. „Es hätte keine Motorschäden gegeben“, heißt es weiter. Die MWV rechnet damit, dass im kommenden Jahr der E10-Marktanteil am Benzinabsatz weiter steigt.

Balda-Aufsichtsrat: Vorwürfe von Großinvestor nicht haltbar

Der Medizintechnik-Produzent Balda hat die Vorwürfe gegen den Aufsichtsrat von seinem Großinvestor Octavian Advisors zurückgewiesen. Der Aufsichtsrat habe stets im Interesse der gesamten Gesellschaft gehandelt.
Der Medizintechnik-Produzent Balda hat die Vorwürfe gegen den Aufsichtsrat von seinem Großinvestor Octavian Advisors zurückgewiesen. Der Aufsichtsrat habe stets im Interesse der gesamten Gesellschaft gehandelt. Foto: © Balda AG

BAD OEYNHAUSEN (DerFinanzer) – Der Medizintechnik-Produzent Balda hat die Vorwürfe gegen den Aufsichtsrat von seinem Großinvestor Octavian Advisors zurückgewiesen. Der Aufsichtsrat habe stets im Interesse der gesamten Gesellschaft gehandelt. Das geht aus einer Presseerklärung des Aufsichtsrates vom Donnerstagabend hervor.

Octavian Advisor hatte behauptet, dass der Aufsichtsrat im Interesse und zugunsten einzelner Aktionäre gehandelt habe. Diese Vorwürfe seien nicht nachvollziehbar, heißt es in der Erklärung. Ocatvia hatte dem Kontrollgremium vorgeworfen sich nach den persönlichen Interessen des Hauptaktionärs Michael Chiang zu richten. Durch die Absage des geplanten Verkaufs der Beteiligung am taiwanesischen Touchscreen-Hersteller TPK haben die Balda-Aktionär 350 Millionen Euro verloren. Der Großaktionär lastet dies Michael Chian an, denn 25 Prozent von TPK gehören seiner Familie. An Balda halte er 27,6 Prozent, Octavia selbst hält rund 8,3 Prozent an Balda.

Balda wollte bis Ende des Quartals bis zu 9,5 Millionen durch den Verkauf der TPK-Aktien erzielen. Der größte Teil des Gewinnes sollte an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Mitte November verschob der Vorstand den geplanten Teilverkauf. Der Kursverfall der letzten sechs Wochen sei zu hoch gewesen.

Octavian hat für den 8. Februar eine außerordentliche Hauptversammlung beantragt. Auf dieser soll der Aufsichtsrat abgewählt werden. Der Großinvestor hat selbst drei Kandidaten für die Wahl vorgeschlagen. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Adidas-Manager Rene Charles Jäggi, Finanzinvestor Behdad Alizadeh und Octavian-Manager Igor Kuzinar.

Apple: iPad 3 Vorstellung schon im Januar?

Ein Bericht aus Taiwan hat für Spekulationen um das Erscheinungsdatum des iPad 3 gesorgt. Die nächste Generation des iPads könnte schon Ende Januar vorgestellt werden und im Februar auf dem Markt erscheinen.
Ein Bericht aus Taiwan hat für Spekulationen um das Erscheinungsdatum des iPad 3 gesorgt. Die nächste Generation des iPads könnte schon Ende Januar vorgestellt werden und im Februar auf dem Markt erscheinen. Foto: © Apple Inc.

TAIWAN (DerFinanzer) – Könnte das iPad 3 schon Anfang 2012 erscheinen? Ein Bericht aus Taiwan hat für Spekulationen um das Erscheinungsdatum des Tablets gesorgt. Die nächste Generation des iPads könnte schon Ende Januar vorgestellt werden und im Februar auf dem Markt erscheinen. Das berichtet „FocusTaiwan“ am Freitag.

Das iPad 3 soll auf der Macword/iWorld Messe in San Francisco vom 26. bis 28. Januar vorgestellt werden. Apple will angeblich gleich zwei Modelle präsentieren. So soll das iPad 3 eine verbesserte Bildschirm-Auflösung, einen erneuerten Chip sowie einen leistungsstärkeren Akku haben. Auch der Sprachassistent Siri soll Serienmäßig enthalten sein. Das zweite Modell soll eine kleinere Variante mit einer Größe von 7-Zoll sein.

Bisher ging man davon aus, dass das iPad 3 im Februar, ein Jahr nach Vorstellung des iPad 2, vorgestellt wird. Spekuliert wurde auch, dass es am 24.Februar, dem Geburtstag des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs, vorgestellt werden könne.

Allianz: Kein Ausfallrisiko für italienische Staatsanleihen

Der Versicherungskonzern Allianz sieht kein Ausfallrisiko bei italienischen Staatsanleihen. Über 2 Prozent der Kapitalanlagen der Allianz Lebensversicherung seien italienische Staatsanleihen.
Der Versicherungskonzern Allianz sieht kein Ausfallrisiko bei italienischen Staatsanleihen. Über 2 Prozent der Kapitalanlagen der Allianz Lebensversicherung seien italienische Staatsanleihen. Foto: © Allianz AG

OSNABRÜCK (DerFinanzer) – Der Versicherungskonzern Allianz sieht kein Ausfallrisiko bei italienischen Staatsanleihen. Das sagte der Allianz-Finanzvorstand Maximilian Zimmerer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am Freitag.

Über 2 Prozent der Kapitalanlagen der Allianz Lebensversicherung seien italienische Staatsanleihen. „Hier sehe ich aber kein Ausfallrisiko. Ich halte die Zinsen sogar für hoch attraktiv“, sagte Zimmerer. Auch deutsche Staatsleihen hält er für „derzeit sehr günstig bewertet“ im Vergleich zu den Banken.

Zum 1. Januar wird der Garantiezins auf 1,75 Prozent abgesenkt. Für Kunden der Allianz Leben habe dies keine Auswirkungen, teilte Zimmerer mit. Er leitet die Lebens- und Krankenversicherungssparte bei der Allianz. Für 2012 würden den Kunden einschließlich Überschussbeteiligungen und Schlussüberschuss Zinsen von 4,5 Prozent gutgeschrieben werden.

Die EU- und Staatsschuldenkrise wirke sich lediglich „unwesentlich“ auf die Gesamtverzinsung der Kunden aus. Zum 1. Juni 2012 soll der bisherige Allianz-Finanzvorstand Paul Achleitner von Maximilian Zimmerer abgelöst werden. Achleitner soll Aufsichtsratschef der Deutschen Bank werden.

Finanzinvestoren: Zweites Halbjahr zeigt starken Rückgang

Die Finanzinvestor-Branche in Deutschland hat im zweiten Halbjahr stark nachgelassen. Lediglich 48 Transaktionen, deren Werte bekannt gegeben wurden,kamen zustanden. Im ersten Halbjahr lag die Zahl der Übernahmen noch bei 57
Die Finanzinvestor-Branche in Deutschland hat im zweiten Halbjahr stark nachgelassen. Lediglich 48 Transaktionen, deren Werte bekannt gegeben wurden,kamen zustanden. Im ersten Halbjahr lag die Zahl der Übernahmen noch bei 57. Foto: © Eismann

STUTTGART (DerFinanzer) – Die Finanzinvestor-Branche in Deutschland hat im zweiten Halbjahr stark nachgelassen. Lediglich 48 Transaktionen, deren Werte bekannt gegeben wurden, kamen zustande. Im ersten Halbjahr lag die Zahl der Übernahmen noch bei 57. Das geht aus veröffentlichten Zahlen der Beratungsgesellschaft Ernst & Young am Freitag hervor.

Das Privat-Equity-Geschehen habe sich lediglich bei kleineren Unternehmen abgespielt. Die größte Transaktion war die Übernahme von Tiefkühlkostspezialist Eismann durch Gilde Buy Out Partners. Die Transaktion umfasste ein Volumen von 280 Millionen Euro. Alle getätigten Käufe im Privat-Equity Bereich erreichten zwischen Juli und Ende Dezember lediglich eine Summe von 1 Milliarde Euro. Im ersten Halbjahr waren es noch 4,3 Milliarden Euro gewesen. Dabei sind die Geschäfte sogar unter die des Vorjahres gefallen.

Unternehmensverkäufe wurden auch im zweiten Halbjahr getätigt. 39 Portfoliofirmen im Gesamtwert von 2,7 Milliarden Euro wurden veräußert. Im ersten Halbjahr waren es noch 8,7 Millionen gewesen. Trotz EU-Schuldenkrise ist Alexander Kron, Bereichsleiter von Ernst & Young für 2013 zuversichtlich: „Die Finanzinvestoren sind weiterhin hungrig und halten den deutschen Markt für attraktiv.“