Hochtief: Leighton Aktie vom Handel ausgesetzt

Die Aktie des Hochtief-Tochterkonzerns Leighton wurde vom Handel ausgesetzt. Der australische Baukonzern hat damit auf eine mögliche Änderung ihrer Geschäftsaussihten reagiert.
Die Aktie des Hochtief-Tochterkonzerns Leighton wurde vom Handel ausgesetzt. Der australische Baukonzern hat damit auf eine mögliche Änderung ihrer Geschäftsaussihten reagiert. Foto: © Hochtief AG.

SYDNEY (DerFinanzer) – Die Aktie des Hochtief-Tochterkonzerns Leighton wurde vom Handel ausgesetzt. Der australische Baukonzern hat damit auf eine mögliche Änderung ihrer Geschäftsaussichten reagiert. Das berichtet „Focus Online“ am Dienstag.

Die Aussetzung der Leighton-Aktie führte bei den Börsianern zu einigen Spekulationen. Möglicherweise wurde die Aktie vorübergehende aus dem Handel genommen, weil die Geschäftsprognose reduziert werden könnte. Laut der Nachrichtenagentur „Reuters“ bestätigte Leighton, dass die jüngste Ergebnisprognose auf ihre Richtigkeit geprüft werden müsse. Bei der Prüfung soll auch der Einfluss des kriselnden Projektes „Air Link“ überprüft werden. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Mautstraße, die zum Flughafen von Brisbane führen soll. Das Projekt hatte bereits früher zu finanziellen Warnungen geführt. Das Projektvolumen soll 4,1 Milliarden Australische Dollar betragen. Für das zweite Halbjahr vom letzten Geschäftsjahr soll das Tochterunternehmen einen Nettogewinn zwischen 600 und 650 Millionen Australische Dollar erzielt haben.

Die Nachrichten haben bereits den Aktienkurs der Konzernmutter Hochtief gedrückt. Der Kurs fiel um – 6,55 Prozent und liegt derzeit bei 49,59 Euro. Insgesamt hat die Hochtief-Aktie derzeit einen Verlust von -3.48 Euro zu verzeichnen. Hochtief selbst hat sich zu der Aussetzung der Leighton-Aktie bisher nicht geäußert. Die Aktie selbst soll am Donnerstag wieder in den Handel kommen.

Bundesregierung erhöht Beteiligung an EADS

Die Bundesregierung hat vor noch in diesem Jahr ihre Beteiligung am Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS erhöhen. Die Beteiligung könnte bis zu einer Höhe von 15 Prozent ausgebaut werden.
Die Bundesregierung hat vor noch in diesem Jahr ihre Beteiligung am Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS erhöhen. Die Beteiligung könnte bis zu einer Höhe von 15 Prozent ausgebaut werden. Foto: © Astrium / 2010.

BERLIN (DerFinanzer) – Die Bundesregierung hat vor noch in diesem Jahr ihre Beteiligung am Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS zuerhöhen. Die Beteiligung könnte bis zu einer Höhe von 12 Prozent ausgebaut werden, wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ am Freitag berichtet.

Die Transaktion soll über die staatliche KfW-Bank erfolgen. Der Bund soll die 7,5 Prozent von Autobauer Daimler übernehmen. Der bereits Ende 2011 seine Anteile im Wert von 1,5 Milliarden Euro veräußern wollte. Damit die Bundesregierung ihren Aktienanteil auf 12 Prozent ausbauen kann, sollen die restlichen 4,5 Prozent von einem Aktienpaket kommen, das bei privaten Banken und Versicherungen liege. Die KfW hält insgesamt schon 3 Prozent an EADS. Mit den Zukäufen hätten die Bundesregierung und Frankreich genau gleich viele Anteile an dem Konzern. Das Aktienpaket über 12 Prozent hat an der Börse momentan einen Wert von 3 Milliarden Euro.

Als weiteren Schritt dazu, soll die Risikovorsorge erhöht werden. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) soll die Risikovorsorge des Bundeshaushalts für das Jahr 2012 um rund 600 Millionen Euro erhöhen, diese hätte damit eine Höhe von 1,6 Milliarden Euro erreicht. Die Maßnahme wird damit begründet, dass damit die KfW-Bank abgesichert werden solle. Die Finanzierung der Transaktion soll von der Bank alleine getragen werden.

IAEA: Nordkorea läd Kontrolleure der UN-Atomaufsich ein

Nordkorea hat Kontrolleure der internationalen Atomaufsicht (IAEA) eingeladen und zeigt sich damit offener als noch vor 3 Jahren.
Nordkorea hat Kontrolleure der internationalen Atomaufsicht (IAEA) eingeladen und zeigt sich damit offener als noch vor 3 Jahren. Foto: en.wikimedia.org © Sarajevo-x.

WIEN (DerFinanzer) – Nordkorea hat Kontrolleure der internationalen Atomaufsicht (IAEA) eingeladen und zeigt sich damit offener als noch vor 3 Jahren. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ am Dienstag.

Die internationale Atomaufsicht, mit Sitz in Wien, teilte mit, dass ein anstehender Besuch von Nordkorea anliege. Genaue Details dazu gäbe es noch nicht, sollen aber demnächst besprochen werden. Die IAEA und auch das US-Außenministerium sind bemüht mit Nordkorea ein Abkommen bezüglich ihres Atomprogrammes zu machen. Die Einladung von Nordkorea sei daher ein erster Anfang. Erst 2009 hatte die kommunistische Führung, die Kontrolleure der IAEA aus dem Land verwiesen. Allerdings ist sei das Abkommen durch einen Satellitenstart von Nordkorea in Gefahr. Bei dem Satellitenstadt würde eine Langstreckenrakete den Satelliten ins All tragen. Der Start des Satelliten könnte auch ein Langstreckenraketentest sein, wie andere Länder vermuten. Nordkorea ist es aber durch einen UN-Beschluss untersagt, Raketen zu testen.

Erst im Februar hatte Nordkorea angekündigt, geplante Raketentests zu verschieben. Das Land wollte damit zeigen, dass es an weiteren Verhandlungen über das Atomprogramm interessiert sei. Es ist bekannt, dass Nordkorea Uran besitzt und schon diverse Atomtests durchgeführt hat. Das Land will außerdem Plutonium herstellen. Um die Wirtschaft des Landes anzukurbeln und die meist arme Bevölkerung zu unterstützen, versucht die Führung derzeit eine bessere, politische Beziehung mit den USA aufzubauen.

Europäische Rating-Agentur: Start wird verschoben

Der Start der geplanten europäischen Ratingagentur wird vin den Herbst verschoben. Scheinbar gibt es Probleme mit der Finanzierung des Projektes.
Der Start der geplanten europäischen Ratingagentur wird vin den Herbst verschoben. Scheinbar gibt es Probleme mit der Finanzierung des Projektes.Foto: photocase.com © Herzschlag.

FRANKFURT AM MAIN (DerFinanzer) – Der Start der geplanten europäischen Ratingagentur wird in den Herbst verschoben. Scheinbar gibt es Probleme mit der Finanzierung des Projektes. Das berichtet „BoerseGo.de“ am Freitag.

Die europäische Ratingagentur sollte im Frühjahr starten, da es aber Probleme bei der Finanzierung gibt, soll der Start der Agentur auf den Herbst 2012 verschoben werden. Bis zu diesem Zeitpunkt will die Unternehmensberatung Roland Berger genug Investoren gefunden haben, um das Projekt starten zu können. Das Startkapital für die Ratingagentur wird mit 300 Millionen Euro berechnet. Diese Summe sollte bis Ende März 2012 akquiriert werden. Die „Börsenzeitung“ (BöZ) schreibt, dass der Projekt-Leiter Markus Krall das Ziel hat, diese Summe bis Ende September 2012 zusammenzubekommen.

Die europäische Ratingagentur soll vor allem ein Gleichgewicht der verschiedenen Ratings bilden. Die Marktmacht der Ratingagenturen Standard & Poor’s, Fitch und Moody’s soll mit der Einführung einer europäischen Ratingagentur verschoben werden. Die neue Agentur soll unabhängig von Banken und Regierungen agieren. Ebenso sollen Emittenten keine Gebühren mehr für Ratings bezahlen. Um dieses Projekt zu finanzieren ist eine Finanzierung von Investoren aus der Wirtschaft notwendig. Die Investoren sollen aber jeweils nicht mehr als 3 Prozent der Gesamtsumme einbezahlen. Daher wird auch eine hohe Zahl an Investoren benötigt.

Linde erzielt Rekordumsatz und Rekordgewinn

Der Technologiekonzern Linde hat 2011 einen Rekord Rekordumsatz und Rekordgewinn erzielt. Die sehr guten Konzernzahlen sollen durch ein starkes Geschäft in Asien und die Sparanstrengungen des Konzerns erzielt worden sein.
Der Technologiekonzern Linde hat 2011 einen Rekord Rekordumsatz und Rekordgewinn erzielt. Die sehr guten Konzernzahlen sollen durch ein starkes Geschäft in Asien und die Sparanstrengungen des Konzerns erzielt worden sein. Foto: © The Linde Group.

MÜNCHEN (DerFinanzer) – Der Technologiekonzern Linde hat 2011 einen Rekordumsatz und Rekordgewinn erzielt. Die sehr guten Konzernzahlen sollen durch ein starkes Geschäft in Asien und die Sparanstrengungen des Konzerns erzielt worden sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ am Freitag.

Der operative Gewinn von Linde stieg um 9,7 Prozent und lag insgesamt bei 3,21 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz konnte um 7,1 Prozent auf 13,787 Milliarden erhöht werden. Von den guten Zahlen sollen auch die Aktionäre profitieren, so soll die Ausschüttung von 2,20 Euro je Aktie auf 2,50 Euro erhöht werden. Am 4 Mai wird über die Höhe der Dividende bei der jährlichen Hauptversammlung entschieden.

Die Schwellenländer trugen 35 Prozent zum Gasumsatz bei. In China und Indien ist Linde bei Gas Branchenführer. Obwohl die Geschäfte so gut laufen, wirkte sich auch das seit 2008 ins Leben gerufene Sparprogramm positiv auf die Zahlen aus. Insgesamt sollten damit in vier Jahren zwischen 650 und 800 Millionen Euro eingespart werden. Durch das Programm konnte bis Ende 2011 eine Summe von 620 Millionen Euro eingespart werden.

Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz und operative Gewinn erneuert gesteigert werden. Dabei will das Unternehmen stärker wachsen als der Markt. Bis 2014 soll der operativer Gewinn ein Höhe von 4 Mrd. Euro erreichen.

Apple: Neues, schnelleres und schärferes iPad

Apple hat gestern das langerwartete neue iPad vorgestellt. Das neue iPad ist vor allem leistungsstärker, schneller und schärfer.
Apple hat gestern das langerwartete neue iPad vorgestellt. Das neue iPad ist vor allem leistungsstärker, schneller und schärfer. Foto: © Apple Inc.

SAN FRANCISCO (DerFinanzer) – Apple hat gestern das langerwartete neue iPad vorgestellt. Das neue iPad ist vor allem leistungsstärker, schneller und schärfer. Eine 8-Megapixelkamera und Siri sind aber nicht an Board. Das berichtet „Handelblatt.de“ am Donnerstag.

Die Optik des iPads hat sich nur geringfügig zu seinem Vorgängern verändert. Das iPad ist etwas tiefer, sprich dicker, als das iPad 2. Wie schon in Vorankündigungen vermutet wurde, legte Apple den Focus auf das Display. Das neue Display ist ein Retina-Display und hat eine viermal größere Auflösung als bisher. Das Display kommt mit 3,1 Millionen Pixeln daher, was einem Maß von 2048×1536 Bildpunkten entspricht. Das macht das Display besonders scharf und ermöglicht eine grandiose Farbtiefe. Die Farbsättigung wurde mit dem Display auch verbessert, so dass die Farben noch kräftiger und intensiver sind.

Das iPad, welches nur iPad und nicht wie vermutet iPad 3 heißt, hat einen vier kernigen Prozessor bekommen, der deutlich mehr Leistung verspricht. Das neue iPad ist auch auf die neue Generation beim Datenaustausch vorbereitet, es hat ein LTE-Datenteil. Zusätzlich dazu hat es natürlich die üblichen Datenstandards und WLAN. Mit seinem Akku soll das Gerät bis zu 10 Stunden betrieben werden können. Mit LTE soll der Akku dann rund 9 Stunden halten, allerdings ist LTE in Deutschland nicht flächendeckend, sondern nur vereinzelt verfügbar.

In Deutschland soll das Gerät ab dem 16. März erhältlich sein. Wie bei seinen Vorgängern kann der Kunde zwischen den Farben Schwarz und Weiß, sowie der Größe des internen Speichers wählen. Das Standard-Modell mit einem internen Speicher von 16 GB soll 479 Euro kosten und kein LTE-Datenteil haben. Das 64 GB-Modell kommt mit dem 3G-Datenteil daher und soll 799 Euro kosten. Das iPad 2 kann vermutlich ab Mitte März dann für rund 100 Euro weniger erworben werden.

Lehman Brothers beendet Gläubigerschutzverfahren

Die Investmentbank Lehman Brothers hat ihr Gläubigerschutzverfahren beendet.
Die Investmentbank Lehman Brothers hat ihr Gläubigerschutzverfahren beendet. Foto: photocase.com © madochab.

NEW YORK (DerFinanzer) – Die Investmentbank Lehman Brothers hat ihr Gläubigerschutzverfahren beendet. Die Bank ist nicht mehr pleite und muss deshalb am 17. April ihre Gläubiger auszahlen. Das berichtet das „Hamburger Abendblatt“ am Mittwoch.

Die Insolvenz der US-Bank ist nach 1268 Tagen zu Ende. Nun dürfen die Gläubiger auf ihr Geld hoffen. Die Bank soll rund 65 Milliarden Dollar (circa 49 Mrd. Euro) an ihre Schuldner auszahlen. Die Gläubiger hatten allerdings einen Betrag von mehr als 300 Milliarden Euro in die Bank investiert. Die restlichen Schritte müsse das neue Management abwickeln. Der Insolvenzplan der Bank wurde bereits im Dezember abgesegnet.

Die Insolvenzsumme der Bank lag 2008 bei 639 Milliarden Dollar. Die Pleite der Bank löste eine Krise auf den weltweiten Finanzmärkten aus. Die deutsche Tochter Lehman Brothers Bankhaus AG dürfte im April auch mit Geldern rechnen. die meisten Geschäfte der Us-Mutter liefen über die Tochter-Gesellschaft ab, weil diese ihre Banklizenz behalten hatte. Zusätzlich dazu sollen davon auch die deutsche Bundesbank und Privatbanken profitieren. Allerdings soll das deutsche Insolvenzverfahren im Gegensatz zum amerikanischen Verfahren noch weitere drei bis fünf Jahre andauern. Ob dadurch noch weitere Gläubiger einen Teil ihrer Forderungen zurück erhalten werden, ist noch unklar.