Juwelier Graff: Börsengang in Milliardenhöhe abgesagt

Der Juwelier Graff Diamonds hat seinen Börsengang in Milliardenhöhe abgesagt. Der Diamantenvertreiber aus Großbritannien wollte in der laufenden Woche seine Aktien an der Hongkonger Börse platzieren.
Der Juwelier Graff Diamonds hat seinen Börsengang in Milliardenhöhe abgesagt. Der Diamantenvertreiber aus Großbritannien wollte in der laufenden Woche seine Aktien an der Hongkonger Börse platzieren. Foto: wikimedia.org/Anoop24

HONGKONG (DerFinanzer)- Der Juwelier Graff Diamonds hat seinen Börsengang in Milliardenhöhe abgesagt. Der Diamantenvertreiber aus Großbritannien wollte in der laufenden Woche seine Aktien an der Hongkonger Börse platzieren. Doch durch die schwankenden Märkte und die fallenden Facebook-Aktie, wurde der IPO jetzt auf unbestimmte Zeit verschoben, wie „Financial Times“ am Donnerstag berichtet.

Die Absage des geplanten Börsengangs von Graff Diamonds ist für Hongkong die vierte Absage, bei aktuellen Börsengänge, in dieser Woche. Neben Graff trauten sich auch China Yonda aus der Automobilindustrie, sowie China Nonferrous Mining nicht an die Börse. Ausschlagend sollen die konstant fallenden Kurse an den Aktienmärkten sein. Diese sollen bei einer Milliarden-Summe ein zu hohes Risiko dar stellen. Laut Experten soll die geplante Börsennotierung von Graff auch zu hoch ausgefallen sein, so dass es keinen Raum für Gewinne gegeben hätte. Ein endgültiger Preis für die Aktie des Familienunternehmens stand bis heute noch nicht fest, was künftig geändert werden soll.

Laurence Graff gründete 1960 Graff Diamond und ist immer noch Eigentümer des Unternehmens. Der Börsengang sollte den Anfang machen um das Geschäft in Asien auszubauen. Den Graff erwirtschaftet bisher seinen Gewinn mit 20 Stammkunden.

Die Situation an der Börse bleibt wahrscheinlich angespannt, da der Werteverlust nur im Mai weltweit bei rund 4000 Milliarden Dollar lag. Börsengänge werden nicht mehr forciert, vor allem nach dem derzeitigen Flop von Facebook, deren Aktienkurs bisher stetig fällt.

The Pirate Bay kündigt Klage am Europäischen Gerichtshof an

Einer der Gründer der Plattform The Pirate Bay, Fredrik Neij, will sich vor dem EU Gerichtshof in Straßburg verteidigen. Eine Klage am obersten Gerichtshof in Schweden wurde bisher abgelehnt.
Einer der Gründer der Plattform The Pirate Bay, Fredrik Neij, will sich vor dem EU Gerichtshof in Straßburg verteidigen. Eine Klage am obersten Gerichtshof in Schweden wurde bisher abgelehnt. Foto: © The Pirate Bay / wikipedia
STOCKHOLM (DerFinanzer) – Einer der Gründer der Plattform The Pirate Bay, Fredrik Neij, will sich vor dem EU Gerichtshof in Straßburg verteidigen. Eine Klage am obersten Gerichtshof in Schweden wurde bisher abgelehnt. Eine Bestrafung für die illegalen Aktivitäten der Nutzer von The Pirate Bay will Neij nicht akzeptieren. Das berichtete die taz am Montag.

The Pirate Bay ist eine der weltweit größten Online-Tauschbörsen. Nach eigenen Angaben verfügt die Plattform mittlerweile über 35 Millionen Nutzer. Film- und Musikdateien sowie Computerspiele werden als Download zur Verfügung gestellt. Schon seit langem handelt es sich um eine sehr umstrittene Plattform, da The Pirate Bay die Daten selbst nicht speichert, sondern den Nutzer lediglich auf die Computer anderer Nutzer verweist. Neijs Anwalt gab an, dass das Geschäft vergleichbar mit der Post sei, welche auch nicht für illegale Inhalte in Paketen verurteilt werde.

Bereits im April 2009 wurde Neij zu einem Jahr Gefängnisstrafe verurteilt. In einer zweiten Instanz konnte die Strafe dann auf 10 Monate verkürzt werden. Hinzu kommt, dass Neij gemeinsam mit Mitgründer Peter Sunde sowie Finanzier Carl Lundström, welche ebenfalls zur Gefängnisstrafe verurteilt wurden, verletzte Urheberrechte mit etwa 5 Millionen Euro Schadensersatz begleichen sollen. Diese Strafe war im Februar dieses Jahres rechtskräftig geworden. An diesem Tag wurde der Revisionsantrag von Neij durch den obersten schwedischen Gerichtshof zurückgewiesen.

Der Anwalt von Neij wies darauf hin, dass jeder Bürger das Recht innehabe, Informationen zu empfangen und auszutauschen. Daher sieht er eine Klage auf Grundlage des Rechts auf Meinungs- und Informationsfreiheit gemäß Artikel 10 der Menschenrechtskonvention als letzte Chance, um Neij Klage zu akzeptieren.

Post profitiert vom Aufschwung in Asien und dem Internet

Die Deutsch Post legt unter Geschäftsführer Frank Appel einen guten Start im neuen Jahr hin. Deutliche Zuwächse können vor allem im Express- und Logistikgeschäft verbucht werden. Foto: Fahnen vor der Konzernzentrale © 2012 Deutsche Post AG
DÜSSELDORF (DerFinanzer) – Die Deutsch Post legt unter Geschäftsführer Frank Appel einen guten Start im neuen Jahr hin. Deutliche Zuwächse können vor allem im Express- und Logistikgeschäft verbucht werden. Dies berichtet Reuters am Dienstag, den 8.Mai.

Die Deutsche Post profitiert momentan vor allem von dem starken Wirtschaftswachstum in China. Dort vermutet man auch zukünftig keinen wirtschaftlichen Einbruch. 2012 wird ein Wirtschaftswachstum des Bruttoinlandsproduktes von 7-8 Prozent erwartet. Immer noch betroffen von der Schuldenkrise in Südeuropa, will sich die deutsche Post im asiatischen Raum nun noch stärker gegenüber Wettbewerbern präsentieren.

Nicht nur in China boomt das Geschäft für die Deutsche Post. Der Umsatz konnte innerhalb des ersten Quartals 2012 im internationalen Express-Geschäft um 10 Prozent auf mehr als 3 Milliarden Euro gesteigert werden. Der Konzern konnte vor allem auch auf dem US-Markt Zuwächse erzielen. Dort gab es lange Zeit Probleme.

Auch im Briefgeschäft wurde eine geringe Umsatzsteigerung auf 3,6 Milliarden Euro erreicht. Grundsätzlich leidet das Briefgeschäft aber unter dem zunehmenden internationalen Kontaktaustausch per E-Mail. Postchef Appel rechnet aber mit einer Stabilisierung der Ergebnisse. Durch die zunehmenden Warenbestellungen durch deutsche Verbraucher im Internet, welche durch die Post ausgeliefert werden, sorgt das Internet wiederum für sehr positive Geschäftszahlen.

Die Aktien der Deutschen Post AG kletterten an die DAX-Spitze und bescherten ein Plus von 1,7 Prozent. Die Anleger honorieren so die positive Entwicklung des Konzerns.

Auch das Konkurrenzunternehmen UPS profitiert von dem Internethandel. Mit einem Umsatzwachstum um vier Prozent auf 13,14 Milliarden Dollar wurden die Erwartungen von Experten der Branche nicht gänzlich erfüllt. Dennoch wird UPS zu einem noch ernster zu nehmenden Konkurrenten für die Deutsche Post in Europa werden. Eine Übernahme des niederländischen Rivalen TNT Express ist bereits in Planung.

Rekordstart für BMW im ersten Quartal

MÜNCHEN (DerFinanzer) - Der Münchner Automobilhersteller BMW ist weiterhin auf Erfolgskurs. In diesem Jahr schafften sie das beste Startquartal innerhalb der gesamten Firmengeschichte und streben nun ein weiteres Rekordjahr an. Foto: © BMW Group

MÜNCHEN (DerFinanzer) – Der Münchner Automobilhersteller BMW ist weiterhin auf Erfolgskurs. In diesem Jahr schaffte BMW das beste Startquartal innerhalb der gesamten Firmengeschichte und streben nun ein weiteres Rekordjahr an. Das berichtet die„Sächsische Zeitung“ am Donnerstag.

Zwischen Januar und März schaffte es BMW auf einen Verdienst von fast 1,35 Milliarden Euro. 18 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Der Umsatz konnte im ersten Quartal um 14,1 Prozent auf knapp 18,3 Milliarden Euro gesteigert werden, wie der DAX-Konzern mitteilte. Fachleute rechneten bisher mit schlechteren Zahlen aufgrund der hohen Kosten für die Entwicklung einiger neuer Modelle und dem Ausbau der Produktion.

Der Münchner Konzern scheint so beliebt wie nie zu sein. Im ersten Quartal des Jahres meldete der Automobilhersteller bereits den Absatzrekord von 425 528 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. Besonders der BMW 1er und 3er stehen ganz oben in den Verkaufsregalen und gelten als besonders wichtige Modelle für BMW.

Nachdem auch Audi und Daimler die Quartalsbilanzen vorgelegt haben, überrascht zu guter letzt BMW mit einem überaus positiven Ergebnis. Mit einem Rekordquartal kann sich BMW von seinen deutschen Konkurrenten distanzieren und den Titel an der Spitze verteidigen. Durch die Schuldenkrise laufen die Geschäfte im westeuropäischen Markt für alle drei Automobilhersteller weniger gut. Die deutschen Nobelmarken sind jedoch vor allem in China und den USA gleichermaßen beliebt, sodass der Konkurrenzkampf spannend bleibt.