Spanien: Kein Ende der Krise in Sicht

Die Wirtschaftsleistung Spaniens ist im dritten Quartal erneut gesunken.
Die Wirtschaftsleistung Spaniens ist im dritten Quartal erneut gesunken. Foto: photocase.com © dilalola
MADRID (DerFinanzer) – Die Wirtschaftsleistung Spaniens ist im dritten Quartal erneut gesunken. Zwar nicht so stark wie vorerst befürchtet, berichtet „Welt Online“ am Dienstag. Dennoch steckt die spanische Wirtschaft auch weiter in der Rezession fest und auch für das kommende Jahr ist kein Ende der Krise in Sicht. Wie das Statistikamt mitteilte, schrumpfte Spaniens Bruttoinlandsprodukt von Juli bis September bereits das fünfte Quartal in Folge. Im Vergleich zur Vorperiode fiel der Rückgang mit 0,3 Prozent etwas schwächer aus als mit 0,4 Prozent im Frühjahr.

Ökonomen, die von Reuters befragt wurden, hatten abermals ein Rückgang von 0,4 Prozent vermutet. Die Wirtschaftsleistung Spaniens sank verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 1,6 Prozent. Vorausgesagt wurden hier 1,7 Prozent weniger. Die nach Frankreich, Italien und Deutschland viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone soll Prognosen des Internationalen Währungsfonds zufolge in diesem Jahr um 1,5 Prozent schrumpfen. Mit 1,3 Prozent weniger im kommenden Jahr, dürfte es auch dann nicht anders aussehen. Zur Zeit hat jeder vierte Spanier keinen Arbeitsplatz, da die Wirtschaftskrise in Spanien eine Rekordarbeitslosigkeit mit sich zieht.

Bayer profitiert durch Übernahme von US-Vitaminkonzern

Der Pharmakonzern Bayer will künftig vom Vitaminpillen-Hype in den USA profitieren und übernimmt den US-Konzern Schiff Nutrition vollständig.
Der Pharmakonzern Bayer will künftig vom Vitaminpillen-Hype in den USA profitieren und übernimmt den US-Konzern Schiff Nutrition vollständig.. Foto: © Bayer AG.
LEVERKUSEN (DerFinanzer) – Der Pharmakonzern Bayer will künftig vom Vitaminpillen-Hype in den USA profitieren und übernimmt den US-Konzern Schiff Nutrition vollständig. Der Aspirin-Hersteller lässt sich die Übernahme insgesamt 1,2 Milliarden Dollar kosten.

Die Übernahme des US-Konzerns Schiff Nutrition ist ein cleverer Schachzug des Pharma- und Chemiekonzerns. Wie „Spiegel Online“ heute berichtet, will Bayer mit dem Kauf des Vitaminpillenherstellers sein Geschäft international ausbauen. Wie Bayer am Dienstag mitteilte, solle der Kauf des Anbieters von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln 1,2 Milliarden Dollar kosten. Die Aktie US-Konzern Schiff war zuletzt 23,19 Dollar wert und je Aktie liegt das Gebot bei 34 Dollar. Ein Fusionsvertrag zwischen Bayer HealthCare und Schiff Nutrition wurde bereits geschlossen. Das bekannteste Produkt des Konzerns Bayer ist unter anderem Aspirin sowie das Magenmittel Rennie.

Durch die Akquisition erhofft sich das Unternehmen sein Geschäft in der Sparte stärken zu können. Da in den USA mehr verschreibungsfreie Produkte und Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden als in jedem anderen Land der Welt, stärke das Schiff-Geschäft die Präsenz und Stellung in den USA deutlich, so Konzernchef Marijn Dekkers. Noch steht die Transaktion allerdings unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Kartellbehörden. Ende 2012 wird dann mit dem Vollzug gerechnet. Das börsenorientierte Unternehmen Schiff Nutrition hat ihren Sitz in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah und beschäftigt zur Zeit rund 400 Menschen.

Deutsche Firmen produzieren Strom vermehrt selbst

Aufgrund der immer weiter steigenden Strompreise, entscheiden sich immer mehr deutsche Unternehmen dazu ihren eigenen Strom zu produzieren.
Aufgrund der immer weiter steigenden Strompreise, entscheiden sich immer mehr deutsche Unternehmen dazu ihren eigenen Strom zu produzieren. Foto: photocase.com © jortgies
HAMBURG (DerFinanzer) – Aufgrund der immer weiter steigenden Strompreise, entscheiden sich immer mehr deutsche Unternehmen dazu ihren eigenen Strom zu produzieren. Wie „Manager Magazin Online“ heute beriechet, sparen die Firmen mit vermeintlich teurer Solarenergie bis zu 50 Prozent ein. Eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zeigt auf, dass bereits 13 Prozent aller deutschen Firmen bereits eine eigene Stromversorgung aufgebaut haben. Rund 16 Prozent plant die eigene Stromproduktion durch Solarenergie.

Die immer teurer werdenden Strompreise, bringt Unternehmen dazu sich nun selbst mit Strom zu versorgen. Gegenüber dem Magazin sagte der Energieexperte vom DIHK, Sebastian Bolay, dass dies für die überwiegende Zahl der Firmen sehr lukrativ sei. Bis zu 50 Prozent könnten die Firmen im Idealfall dadurch einsparen. Weil der Strom dann direkt vor Ort genutzt wird, müssten weder EEG-Umlage noch Netzgebühren gezahlt werden. Torsten Henzelmann von der Unternehmensberatung Roland Berger, sagte, dass die Kosten für selbst produzierten Solarstrom inzwischen oft unter dem Preis für Gewerbestrom aus dem Netz lägen. Vor allem für Skihallen und Supermärkte, seien Solaranlagen von Vorteil. Für größere Industriebetriebe sind eher Windräder oder Blockheizkraftwerke etwas.