Neuer Fund ist größer als ein T-Rex: Riesiger Raubsaurier lebte im Wasser

Verfasst von am Sa., 13.09.2014 - 18:54

Bisher galt der Tyrannosaurus Rex als ein Dinosaurier mit wahrhaft gigantischen Ausmaßen. Der neuste Fund in der Sahara übertrifft die Größe des T-Rex um ein Vielfaches und auch sonst lassen die Knochenfunde auf noch beinahe Unglaubliches schließen.

Größer, höher, weiter

Aus den Funden konstruierte die internationale Crew der Wissenschaftler das Skelett des Spinosaurus Aegyptiacus. Er war mit 15 Metern Länge drei Meter länger als der T-Rex. Das Gewicht des Dinosauriers könnte bei 20 Tonnen gelegen haben. Auch bei der seiner Lebenszeit schlägt der Spinosaurus Aegyptiacus den T-Rex im Längen.

Er lebte 30 Millionen Jahre früher. Im Gegensatz zum fleischfressenden Tyrannosaurus Rex ernährte sich der Gigant von Fischen. Das fand das Forscherteam um Nizar Ibrahim an der Universität Chicago heraus. Durch Fortsätze an den Rückenknochen konnte der Dinosaurier eine Art Segel aufspannen, welches beim Schwimmen aus dem Wasser hervorragte. Bisher ist kein anderer Wassersaurier mit diesen Ausmaßen bekannt. Er gilt als Vorfahre des T-Rex.

Tyrannosaurus Rex Skeleton

T-Rex Skelett

Körperbau des Spinosaurus Aegyptiacus

Der Spinosaurus Aegyptiacus bewegte sich auf vier Beinen. Die flachen Hinterfüße dienten zur Fortbewegung im Wasser. Die Vorderfüße waren wie Klauen gebogen. Gemeinsam mit den riesigen gekrümmten Zähnen konnte er Raubfische und Haie erbeuten. Zur Fortbewegung im Wasser diente der lange flexible Schwanz. Der Spinosaurus Aegyptiacus war an ein Leben im Wasser angepasst. Seine Nasenlöcher lagen weit hinten. So konnte er trotzdem armen, wenn er seinen Kopf unter Wasser hielt.

Wann lebten die Dinosaurier?

Die Zeit der Dinosaurier begann vor rund 200 Millionen Jahren und endete vor rund 65 Millionen Jahren. Sie lebten vom Trias bis zum Ende der Kreidezeit.

Als Ursachen für das Aussterben der meisten Dinosaurier werden der Einschlag eines Meteoriten und der damit verbunden Klimawandel, ein Absinken des Meeresspiegels und gesteigerte vulkanische Aktivitäten verantwortlich gemacht. Zu den überleben den Nachkommen der Dinosaurier zählen Vögel, Alligatoren, Krokodile. Die Dinosaurier wurden in Fleischfresser und Pflanzenfresser unterschieden. Die Wissenschaft der Dinosaurier heißt Paläontologie.

Weltweite Fundstätten

Erst im Mai wurde in Argentinien ein kolossaler Titanosaurus entdeckt. Er war 26 Meter lang und 60 Tonnen schwer. Anhand der Knochenfunde vermuten die Forscher, dass der Titanosaurus noch nicht einmal ausgewachsen war.

Mit der Größe eines Hauses und dem Gewicht einer Elefantenherde musste der Titianosaurus vor nichts Angst haben. Er konnte seinen Schwanz als Waffe einsetzen. Der Dinosaurier vertilgte riesige Mengen Blätter, die er mit seinem elf Meter langen Hals gut erreichen konnte. Funde von Dinosauerieknochen werden in Steinbrüchen oder bei Ausgrabungen gemacht. Dinosaurierknochen finden sich auf allen Kontinenten.

Wie sich die Dinosaurier anpassten

Die Verringerung ihres Gewichtes war für die Dinosaurier lebensnotwendig. Die Evolution verlief bei ihnen vier Mal schneller als bei anderen Lebewesen.

  • vor 198 Millionen Jahren betrug das Gewicht von Tetanuaren 163 kg
    vor 174 Millionen Jahren wogen sie 46 kg
  • vor 160 Millionen Jahren wogen die ersten Vögel nur noch 0,8 kg

Dazu legten sich die vogelartigen Dinosaurier Flügel, Federn, ein größeres Gehirn, größere Augen und lange Schnäbel zu. Sie dehnten ihren Lebensraum auf Bäume aus und erschlossen sich damit neue Nahrungsressourcen. Auf Bäumen waren sie vor Raubtieren sicher. Dass die Vögel von den Dinosauriern abstammen ist bewiesen. Sie haben die gleiche Fußform wie ein Tyrannosaurus Rex.