SAP: Oracle-Prozess wegen Datendiebstal im Juni

Verfasst von am Mi., 29.02.2012 - 09:19

Der weltgrößte Softwarehersteller SAP hat bezüglich des Oracle-Prozesses wegen Datendiebstals einen Gerichtstermin im Juni erhalten.

Der weltgrößte Softwarehersteller SAP hat bezüglich des Oracle-Prozesses wegen Datendiebstals einen Gerichtstermin im Juni erhalten. Foto: © SAP AG.

SAN FRANCISCO (DerFinanzer) – Der weltgrößte Softwarehersteller SAP hat bezüglich des Oracle-Prozesses wegen Datendiebstals einen Gerichtstermin im Juni erhalten. Demnach soll der Konflikt zwischen SAP und dem US-Mitbewerber Oracle im Juni ein Ende gesetzt werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ am Mittwoch.

Der Termin für den Prozessauftakt wurde auf den 18.Juni gelegt. In diesem Prozess soll geprüft werden, welche Schäden Oracle durch den Datendiebstal wirklich entstanden sind. „Wir sind zufrieden mit der jetzigen Entscheidung und dem damit unternommenen Schritt in Richtung einer baldigen Lösung des Streits“, sagte SAP gegenüber „Dow Jones“. Oracle machte noch kein Statement bezüglich der neusten Entwicklung. Der Konflikt zwischen den beiden Softwareriesen läuft bereits seit dem Jahr 2005. 2005 hatte SAP den IT-Konzern TomorrowNow übernommen, dieser sollte Daten bei Oracle geklaut haben und damit Urheberrechts-Verletzungen begangen haben. Bisher gab es deswegen zwei Prozesse.

Im ersten Prozess (November 2010) wurde Oracle eine Schadenersatzsumme in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar zugesprochen. Daraufhin ging SAP in Berufung und konnte die Zahlung auf 272 Millionen (September 2011) drücken. Oracle wiederum war dies zu wenig und stoß deshalb den neuen Prozess an. Oracle verlangt einen Schadenersatz in der ursprünglichen Höhe von 1,3 Mrd. Dollar.