BASF: Zentrale für Pflanzengentechnik soll nach USA

Der Chemiekonzern BASF will seine Zentrale für Pflanzengentechnik von Deutschland in die USA verlegen. Die USA sind im Vergleich zu Europa offener für Gentechnik. Der Konzern erhofft sich, dadurch leichtere Bedingungen für die Entwicklung neuer Produkte.
Der Chemiekonzern BASF will seine Zentrale für Pflanzengentechnik von Deutschland in die USA verlegen. Die USA sind im Vergleich zu Europa offener für Gentechnik. Der Konzern erhofft sich, dadurch leichtere Bedingungen für die Entwicklung neuer Produkte. Foto: © Pressefoto BASF

LUDWIGSHAFEN (DerFinanzer) – Der Chemiekonzern BASF will seine Zentrale für Pflanzengentechnik von Deutschland in die USA verlegen. Die USA sind im Vergleich zu Europa offener für Gentechnik. Der Konzern erhofft sich, dadurch leichtere Bedingungen für die Entwicklung neuer Produkte. Das berichtet die „WirtschaftsWoche“ am Samstag.

Der Standort der Zentrale BASF Plant Science soll vom Limburgerhof, in der Nähe des Konzernsitzes in Ludwigshafen, in das Forschungszentrum Research Triangle Park in North Carolina verlegt werden. Ein Konzernsprecher sagte, dass BASF weiterhin in die grüne Biotechnologie investieren will, aber nicht mehr in Projekte, die nur Europa betreffen. Genprodukte außerhalb der Medizin sind in vielen europäischen Ländern umstritten. Die Zulassung der BASF-Genkartoffel Amflora hatte 13 Jahre gedauert.

Im Jahr investiert BASF durchschnittlich 150 Millionen Euro in Pflanzentechnik. BASF-Konzernchef Kurt Bock kritisierte erst jüngst die vorherrschende negative Einstellung zur grünen Gentechnik und warnte davor wirtschaftliche Chancen zu verspielen.

Chemiekonzern BASF will Spezialchemie weiter ausbauen

Der Chemiekonzern BASF hat das Ziel sein Geschäft mit Spezialchemikalien für verbrauchernahe Industrien weiter auszubauen und die Gewinnmarge erhöhen. Der Konzern will weitere Zukäufe tätigen und erhofft sich organisches Wachstum durch maßgeschneiderte Lösungen für die Abnehmer.
Der Chemiekonzern BASF hat das Ziel sein Geschäft mit Spezialchemikalien für verbrauchernahe Industrien weiter auszubauen und die Gewinnmarge erhöhen. Der Konzern will weitere Zukäufe tätigen und erhofft sich organisches Wachstum durch maßgeschneiderte Lösungen für die Abnehmer. Foto: © Pressebilder BASF

LUDWIGSHAFEN (DerFinanzer) – Der Chemiekonzern BASF hat das Ziel sein Geschäft mit Spezialchemikalien für verbrauchernahe Industrien weiter auszubauen und die Gewinnmarge zu erhöhen. Der Konzern will weitere Zukäufe tätigen und erhofft sich organisches Wachstum durch maßgeschneiderte Lösungen für die Abnehmer. Das berichtet das „Handelsblatt“ am Donnerstag.

„Gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erzielt der Bereich 2010 eine Rendite von 17 Prozent. Mittelfristig wollen wir diese Marge auf 20 Prozent steigern“, erklärte Michael Heinz, Leiter des Segments Performance-Produkte. „Wir sind weiter interessiert an sinnvollen Zukäufen und schauen uns in dieser Hinsicht permanent um. Aber wir sehen auch erhebliches Potenzial für organisches Wachstum“, betonte Heinz weiter.

Zuwachs könnte neben der Wasserchemie auch in den Bereichen Spezialschmierstoffe, Bergbauchemikalien sowie Farb- und Lackadditive vorgenommen werden. Nach dem Kauf des Spezialchemiekonzerns Cognis, sieht der Ludwigshafer Konzern dennoch Wachstumspotenzial im Bereich Ernährungs- und Gesundheitsindustrie. BASF will langfristig bis 2020 einen Umsatz von 115 Milliarden Euro und ein Ergebnis, vor Steuern und Zinsen von 23 Milliarden Euro erzielen.

BASF: Analysten halten Ziele für ambitioniert

BASF: Analysten halten Ziele für ambitioniert
Foto: © BASF SE

HAMBURG (DerFinanzer) – Die Analysten der WGZ Bank stufen die Aktien des Chemiekonzerns BASF bei einem unveränderten Kursziel von 56,00 Euro weiterhin mit „Halten“ ein. Der Konzern hat neue Langfristziele bis 2020 präsentiert. Das Unternehmen geht davon aus, 2 Prozentpunkte über der globalen Chemiebranche zu wachsen. Bis 2012 wird das Umsatzwachstum bei jährlich 6 Prozent und die EBITDA-Entwicklung bei 23 Milliarden Euro gesehen (2010: 11,15 Milliarden Euro). Die Finanzexperten der WGZ Bank halten die Ziele für ambitioniert. „Insgesamt werten wir die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie positiv. Kurz-und mittelfristig sehen wir jedoch weiterhin Risiken auf Grund der konjunkturellen Unsicherheiten infolge der Staatsschuldenkrise“, kommentieren die Analysten.

Anlageurteil: Halten (unverändert)
Kursziel: 56,00 Euro (unverändert)

BASF: Langfristige Umsatzprognose bis 2020 erhöht

BASF: Langfristige Umsatzprognose bis 2020 erhöht
Foto: © BASF SE
LUDWIGSHAFEN (DerFinanzer) – Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat seine langfristige Umsatzprognose bis 2020 auf 115 Milliarden Euro erhöht. Wie das „Hamburgert Abendblatt“ berichtet, kündigte der BASF-Chef Kurt Bock am Dienstag in Ludwigshafen an, im Jahr 2020 einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 23 Milliarden Euro zu erwirtschaften.

Der Vorgänger von Bock, Jürgen Hambrecht, hatte ursprünglich eine Umsatzsteigerung von 90 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 in Aussicht gestellt. Den Angaben von Bock zufolge, sei jedoch mit einem starken Wachstum der Weltbevölkerung zu rechnen, welches sich hinsichtlich des steigenden Bedarfs an Nahrungsmitteln, Energie und Mobilität positiv auf die Chemieproduktion auswirken werde. „Davon kann die Chemie profitieren und die BASF an aller erster Stelle“, äußerte sich Bock.

Einer aktuellen Prognose von BASF zufolge, werde die weltweite Chemieproduktion bis 2020 schneller wachsen als das globale Bruttoinlandsprodukt. Während der Konzern mit einem BIP-Wachstum von durchschnittlich drei Prozent rechnet und der Chemieproduktion ein globales Wachstum von vier Prozent prognostiziert, plane BASF ein Umsatzwachstum von rund sechs Prozent pro Jahr bis 2020 zu erzielen.

Zudem werde es weitere Milliardeninvestitionen in den kommenden Jahren geben. Laut Konzernchef Bock sei geplant, zwischen 2011 und 2020 30 bis 35 Milliarden Euro in Sachanlagen zu investieren.

Im vergangenen Jahr konnte BASF einen Umsatz von 63,9 Milliarden Euro verbuchen und erwirtschaftete einen EBITDA von 11,1 Milliarden Euro.

Bankhaus Lampe bestätigt Rating für BASF

Bankhaus Lampe bestätigt Kursziel
Foto: © BASF SE

HAMBURG (DerFinanzer) – Die Analysten von Bankhaus Lampe stufen die Aktien des Chemiekonzerns BASF bei einem unveränderten Kursziel von 74,00 Euro weiterhin mit „Kaufen“ ein. Nach Ansicht der Experten könnte der Verkauf der Düngemittelsparte im belgischen Antwerpen und dem Anteil am Joint Venture PEC-Rhin in Ottmarsheim an die russische EuroChem einen Buchgewinn von 500 Millionen Euro in die Kassen von BASF spülen. Der Verkauf betrifft Düngemittelkapazitäten von circa 2,5 Millionen Tonnen und über 500 Mitarbeiter. Der außerordentliche Erfolg dürfte im ersten Quartal 2012 verbucht werden.

Rating: Kaufen (unverändert)
Kursziel: 74,00 Euro (unverändert)