E.ON will Finanzinvestoren an Offshore-Wind-Projekten beteiligen

Das Energieunternehmen E.ON hat ein Beteiligungsmodell für seine Offshore-Wind-Projekte erstellt. Mit diesem neuen Modell sollen neue Finanzinvestoren für laufende und zukünftige Offshore-Windparks gewonnen werden.
Das Energieunternehmen E.ON hat ein Beteiligungsmodell für seine Offshore-Wind-Projekte erstellt. Mit diesem neuen Modell sollen neue Finanzinvestoren für laufende und zukünftige Offshore-Windparks gewonnen werden. Foto: photocase.com © chribier.

HAMBURG (DerFinanzer) – Das Energieunternehmen E.ON hat ein Beteiligungsmodell für seine Offshore-Wind-Projekte erstellt. Mit diesem neuen Modell sollen neue Finanzinvestoren für laufende und zukünftige Offshore-Windparks gewonnen werden. Das berichtet „Spiegel Online“ am Montag.

Bei dem Modell will E.ON lediglich Minderheiten an Investoren abgeben, die strategische Entwicklung und Führung will der Konzern selbst behalten. Mit dieser Strategie sollen vor allem Investoren die kein Risiko eingehen wollen, aber dennoch eine gute Rendite erwirtschaften möchten, angesprochen werden. Hauptsächlich könnte E.ON dann mit Pensionsfonds oder auch Rückversicherungen zusammen arbeiten.

E.ON selbst will in den nächsten fünf Jahren 7 Milliarden Euro in die Weiterentwicklung seiner Stromkapazitäten durch erneuerbare Energiequellen stecken. Das Kapital der Investoren könne dabei einen Hebel für das eigene Kapital darstellen. Bisher zögerten Investoren in Windparks zu investieren, da es vermehrt zu Problemen beim Aufbau und der Anbindung ans Stromnetz kam. Mit dem Modell von E.ON könnte sich das eventuell ändern. Der Konzern erhofft sich, damit dass Interesse von vielen Investoren zu wecken.

Oettinger will Fusion von E.ON und RWE

EU-Energieminister Günther Oettinger hat E.on und RWE vorgeschlagen zu fusionieren. Deutschlands Energieriesen könnten nur so mit weltweiten Konkurrenten wie zum Beispiel Exxon und Gazprom mithalten.
EU-Energieminister Günther Oettinger hat E.on und RWE vorgeschlagen zu fusionieren. Deutschlands Energieriesen könnten nur so mit weltweiten Konkurrenten wie zum Beispiel Exxon und Gazprom mithalten. Foto: © BEE / Andreas Labes

DÜSSELDORF (DerFinanzer) – EU-Energieminister Günther Oettinger hat E.ON und RWE vorgeschlagen zu fusionieren. Deutschlands Energieriesen könnten nur so mit weltweiten Konkurrenten wie zum Beispiel Exxon und Gazprom mithalten. Das berichtet die „Rheinische Post“ (RP) am Dienstag.

„Bei allem Respekt“ im Weltmaßstab seien die beiden Energieriesen „nur Regionalliga. Will Deutschland in der Weltliga mitspiele, die von Konzernen wie Exxon, Chevron oder Gazprom dominiert wird, brauchen wir einen nationalen Player von entsprechender Größe“, sagte Oettinger der RP. Eine entsprechende Option wäre eine Fusion von E.ON und RWE. Eine andere Lösung sei eine engere Verbindung mit den Stadtwerken oder den Kommunen Deutschlands aufzubauen, daraus könnte ebenfalls mehr Wachstum und stärke entstehen. Die beiden Unternehmen E.ON und RWE waren zu einer Stellungnahme nicht erreichbar.

Die Energiekonzerne sind am Umstrukturieren, der Atomausstieg hätte sie kalt erwischt. E.ON soll laut Experten 2011 einen Verlust von 1 Milliarde Euro gemacht haben. Der Konzern kündigte auch an bis zu 11.000 Stellen zu kürzen. RWE und EnBW zogen nach.

„Bei Gesprächen mit Unternehmen wie Trimet oder ThyssenKrupp höre ich immer wieder, wie sehr die Industrie unter den hohen Strompreisen leidet“, sagte Oettinger. „Wenn sie deshalb Deutschland verlässt, wird das CO² nur an anderer Stelle freigesetzt. Damit ist dem Klima nicht geholfen.“, erklärte der Energiekommissar.

E.ON: Chinesen schnappen Beteiligung an EDP

E.ON muss im Bieterwettstreit um den portugiesischen Energieversorger EDP eine Niederlage einstecken. Das Unternehmen hatte für einen 21-prozentigen Anteil an dem Versorger geboten.
E.ON muss im Bieterwettstreit um den portugiesischen Energieversorger EDP eine Niederlage einstecken. Das Unternehmen hatte für einen 21-prozentigen Anteil an dem Versorger geboten. Foto: © E.ON AG

ESSEN (DerFinanzer) – Der Energiekonzern E.ON muss im Bieterwettstreit um den portugiesischen Energieversorger EDP eine Niederlage einstecken. Das Unternehmen hatte für einen 21-prozentigen Anteil an dem Versorger geboten. Eine chinesische Holding hat nun den Zuschlag erhalten. Sie hat dem portugiesischen Staat, der bislang in Besitz der Anteile war, am meisten Geld geboten. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) konnte durch ihre Intervention nicht für einen erfolgreichen Abschluss zwischen EDP und E.ON sorgen.

Damit muss der deutsche Energieriese die Pläne für den Einstieg in den portugiesischen Energiemarkt vorerst aufgeben. Die Staatsholding Parpública und die Kommission für den Wertpapiermarkt hatte die chinesische Holding um den Wasserkrafterzeuger Three Gorges zum Sieger im Bieterwettstreit erkoren. Auch die brasilianische Unternehmen Eletrobras und Cemig gingen leer aus. Letztendlich hatten die Chinesen mit rund 2,7 Milliarden Euro das höchste Angebot abgegeben. Nach Berichten der portugiesischen Medien lag das Gebot von E.ON circa 200 Millionen Euro unter dem Angebot von Three Gorges.

Der Anteilsverkauf an EDP erfolgt im Rahmen der portugiesischen Privatisierungsmaßnahmen im Zuge der Entschuldung des Euro-Landes. Bis Ende Januar soll die Privatisierung von EDP abgeschlossen sein. Nur noch 4 Prozent wird Portugal nach dem Abschluss an dem ehemaligen Staatskonzern halten. Auch dieses Paket möchte die Regierung aber zeitnah abstoßen. E.ON-Chef Johannes Teyssen bedauert die Entscheidung der Portugiesen indes. Laut seinen Angaben habe keine Möglichkeit mehr für ein neues Gebot bestanden, das noch marktgerecht und wertschaffend gewesen wäre.

E.ON schreibt 3 Milliarden Euro ab

E.ON schreibt 3 Milliarden Euro ab
Foto: © E.ON AG

DÜSSELDORF (DerFinanzer) – Der Vorstand des Energiekonzerns E.ON hat am Dienstag die aktuelle finanzielle Lage des Unternehmens bekannt gegeben. E.ON hat Abschreibungen in Höhe von insgesamt 3 Milliarden Euro getätigt.

2,1 Milliarden Euro der Abschreibungen sind auf negative Prognosen der langfristigen Strompreisentwicklung, regulatorische Eingriffe sowie eine geringere Auslastung von Gas- und Kohlekraftwerken in Spanien und Italien zurück zu führen. Die restlichen 0,9 Milliarden splitten sich in Abschreibungen auf Kraftwerke in Ungarn, der Slowakischen Republik, den Benelux-Staaten und das restliche Mitteleuropa auf. E.ON will innerhalb der nächsten drei Jahre mehrere Kraftwerke stilllegen. Die Kraftwerke sollen geschlossen werden, weil sie teilweise das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben oder durch regulatorische Vorgaben belastet sind.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet E.ON ein adjustiertes EBITDA zwischen 9,1 und 9,3 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss soll zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden Euro liegen. Die Aktionäre sollen eine Dividende in Höhe von 1 Euro pro Aktie erhalten.

Zudem plant der Vorstand der Hauptversammlung 2012 vorzuschlagen, das Unternehmen in eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) umzuwandeln. Die Umwandlung soll die Internationalisierung des Unternehmens in der Steuerung und der Gesellschaftsform wiederspiegeln. Dabei wäre E.ON das erste Energieunternehmen mit dieser Gesellschaftsform. Der Hauptsitz des Unternehmens würde Düsseldorf bleiben. Die Umwandlung könnte bis zum Jahreswechsel 2012/2013 umgesetzt werden.

E.ON streicht tausende Stellen

E.ON streicht tausende Stellen
Foto: © E.ON AG

ESSEN (DerFinanzer) – Der Energiekonzern E.ON wird voraussichtlich rund 6500 Arbeitsplätze in Deutschland streichen. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete, wird besonders die Tochter E.ON Energie München vom Sparkurs betroffen sein.

Etwa 6500 E.ON-Mitarbeiter müssen in Deutschland um ihren Arbeitsplatz fürchten. Angaben der Nachrichtenagentur dpa zufolge bleiben die Verwaltungsstandorte Hannover, Essen und Düsseldorf bestehen. Im Zuge des Sparkurses müssen allerdings vor allem München, aber auch Hannover und Düsseldorf mit erheblichen Standortverkleinerungen rechnen. Nach Betriebsratsangaben wird die Tochter E.ON Energie in München, die derzeit 400 Menschen beschäftigt, aufgegeben.

Insgesamt wird in München im Rahmen des E.ON-Konzernumbaus mit einem Abbau von 1000 bis 1500 Stellen gerechnet, heißt es in Unternehmenskreisen. Die aktuelle Beschäftigtenzahl von rund 2500 Mitarbeitern in der bayerischen Landeshauptstadt würde im Zuge der Durchführung aller empfohlenen Sparmaßnahmen auf rund 1000 bis 1500 sinken.

Am Standort Hannover könnten immerhin etwa 500 bis 1000 Beschäftigte von den Stellenkürzungen betroffen sein. Laut Unternehmenskreisen sehen die bislang geplanten Sparmaßnahmen eine Minimierung der bislang 2500 Mitarbeiter vor. Die  Zahl der bisher in Düsseldorf beschäftigten E.ON-Mitarbeiter wird voraussichtlich von 2600 auf 1300 bis 1700 schrumpfen. Einzig und allein der Standort Essen bleibt dem aktuellen Sparkurs zufolge von einer Standortverkleinerung weitestgehend verschont. Wie E.ON mitteilte, werden die dort 1500 bis 2100 Beschäftigten nur mit vereinzelten Arbeitsplatzstreichungen konfrontiert werden.

E.ON will Ruhrgas-Tochter verkaufen

E.ON will Ruhrgas-Tochter verkaufen
Foto: photocase.com © designmaniac

FRANKFURT (DerFinanzer) – Der deutsche Energiekonzern E.ON hat das Bankhaus Goldman Sachs für den Verkauf der Gassparte und Ruhrgas-Tochter Open Grid Europe beauftragt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ am Montag. Nach mit der Angelegenheit betrauten Personen soll der Kaufpreis für Open Grid Europe bei bis 2,0 bis 2,5 Milliarden Euro liegen.

Die Ruhrgas-Tochter betreibt in Europa ein Ferngasnetz von über 12.000 Kilometer und ist damit das größte Ferngasnetz Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt am Standort Essen sowie im weiteren Bundesgebiet etwa 1.800 Mitarbeiter. Zuzüglich von Arbeitnehmern im europäischen Ausland beträgt die Mitarbeiterzahl rund 3.200. Nachdem auch die „Financial Times Deutschland“ von dem Verkauf berichtet hatte, dementierten E.ON und Goldman Sachs die Pläne. „Reuters“ will jedoch schon Mitte August von dem Vorhaben erfahren haben. Der Verkauf dürfte sich bis in das kommende Jahr hinziehen, so die Einschätzung.

E.ON fährt europaweit ein umfangreiches Desinvestitionsprogramm. Im Rahmen der überraschenden Atomwende der Bundesregierung sollen weltweit bis zu 11.000 der insgesamt 79.000 Stellen bei E.ON gestrichen werden. Ruhrgas litt im ersten Halbjahr 2011 vor allem unter langfristigen Lieferverträgen mit dem russischen Gaskonzern Gazprom. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging in den ersten sechs Monaten von 900 auf 578 Millionen Euro zurück.