Fitch: Frankreich-Herabstufung in diesem Jahr unwahrscheinlich

Frankreich hat voraussichtlich bei der Ratingagentur Fitch 2012 keine Abstufung der Top-Bonität „AAA“ zu befürchten. Die Ratingagentur will Frankreichs Kreditwürdigkeit dieses Jahr nicht herabstufen.
Frankreich hat voraussichtlich bei der Ratingagentur Fitch 2012 keine Abstufung der Top-Bonität „AAA“ zu befürchten. Die Ratingagentur will Frankreichs Kreditwürdigkeit dieses Jahr nicht herabstufen. Foto: © Fitch Ratings

LONDON (DerFinanzer) – Frankreich hat voraussichtlich bei der Ratingagentur Fitch 2012 keine Abstufung der Top-Bonität „AAA“ zu befürchten. Die Ratingagentur will Frankreichs Kreditwürdigkeit dieses Jahr nicht herabstufen, das teilte ein Sprecher von Fitch am Dienstag mit.

„Anhand aktueller wirtschaftlicher und steuerlicher Entwicklungen in Frankreich rechnen wir nicht mit einer Herabstufung in diesem Jahr“, sagte der bei Fitch für die Länderratings in Europa zuständige Manager Ed Parker.

Fitch hatte den Ausblick von Frankreich im Dezember gesenkt und drohte dem Land damit indirekt mit einer Abstufung. Nach eigenen Angaben bestand ein 50-prozentiges Risiko, dass Frankreich innerhalb der kommenden zwei Jahre herabgestuft werde. Fitch hatte dennoch die Kreditwürdigkeit mit einem negativen Ausblick versehen. Doch die Gefahr für Frankreich ist deshalb noch nicht vom Tisch, auch die Ratingagentur Standard und Poor`s könnte Frankreich noch um zwei Noten herabsetzen.

Damit Frankreich seine Top-Bonitätsnote „AAA“ nicht verliert, hatte die Regierung von Frankreich erst jüngst ein Sparpaket über 65 Milliarden Euro bis 2016 angekündigt. Bis Ende Januar soll ein Gesetzentwurf zur Neufinanzierung im Sozialsystem vorliegen, dass hatte Premierminister Francois Fillon erst kürzlich betont. Wahrscheinlich wird die Mehrwertsteuer erhöht, aber dafür die Arbeitskosten für Unternehmen gesenkt.

Ed Parker betonte, dass die Ratings von Italien und Spanien, eventuell um ein oder zwei Stufen herabgestuft werden. Für Deutschland und Österreich sehe Parker keine Gefahr der Herabstufung der Top-Bonität Österreichische Banken sind stark in Ungarn engagiert, und Ungarn will Kredite vom Internationalen Währungsfonds, um eine drohende Pleite abzuwenden.

Ratingagentur Fitch stuft Banken herab

Ratingagentur Fitch stuft Banken herab
Foto: photocase.com © Dominik Schwarz

NEW YORK (DerFinanzer) – Die Ratingagentur Fitch hat die Bonität von fünf europäischen Banken herabgesetzt. Bei den Banken handle es sich um die beiden französischen Banken Credit Agricole und Banque Ferderative du Credit Mutul sowie die dänische Danske Bank, die finnische OP Pohjola und der Rabobank Group aus den Niederlanden, teilte die Ratingagentur am Mittwochabend mit.

Die Geschäfte der genannten Banken könnten durch die europäische Schuldenkrise, der schwierigen Finanzmarktlage und auf Grund des verlangsamten Wirtschaftswachstums beeinflusst werden, begründet Fitch die Maßnahme. Auf dem Interbanken-Markt würden die Geschäfte nicht mehr reibungslos ablaufen, heißt es weiter.

Die genannten fünf Banken wurden jeweils um eine Stufe herabgestuft. Dadurch dürfte es für die Banken teurer und schwieriger werden an liquide Mittel zu kommen. Je Schlechter ein Rating desto höher sind die Risikoaufschläge von Investoren auf Kredite. Dennoch haben alle fünf Banken noch gute Noten in ihrer Bonität. Die Noten befinden sich zwischen „AA“ und „A“.

Nach Ansicht des EZB-Ratsmitglied Christian Noyer sei eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Frankreich nicht gerechtfertigt. In einem Interview gegenüber der „Le Telegramme de Brest“ sagte Noyer, dass die Argumente der Rating-Agentur eher politischer Natur wären als wirtschaftlicher. Auch andere Ratingagenturen wie Standard & Poor’s (S&P) und Moody’s hatten europäischen Banken mit einer Herabstufung gedroht oder sie bereits vorgenommen. Eine Entscheidung bezüglich der Herabstufung von Ländern in der Euro-Zone würde in den nächsten Tagen von S&P erwartet werden.

USA-Schuldenstreit: Fitch gibt negativen Ausblick

USA-Schuldenstreit: Fitch gibt negativen Ausblick
Foto: © eborutta / wikimedia.org
NEW YORK (DerFinanzer) – Auf den Schuldenstreit der USA hat nun die US-amerikanische Ratingagentur Fitch reagiert und den Ausblick der USA von stabil auf negativ herabgestuft. Wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet, fordere Fitch zudem bis 2013 die Vorlage eines Maßnahmenplans, der den Rekord-Schuldenberg der USA von 15 Billionen Dollar eindämmen soll.

Die Ratingagentur begründet die Entscheidung mit dem schlechten Verhandlungsergebnis des Spar-Komitees. Der Ausschuss bestehend aus Demokraten und Republikanern hatte es in der vergangenen Woche nicht geschafft, einen Kompromiss zu erzielen, inwiefern der Haushalt in den kommenden zehn Jahren um 1200 Milliarden Dollar entlastet werden soll.

Hiernach habe Fitch die Befürchtung, dass die USA nicht im Stande sei, zeitnah essentielle Maßnahmen zu ergreifen, die nachhaltig die Topbonitätsbewertung von AAA sichern. So setze Fitch das Ultimatum, der neuen Regierung nach den Wahlen 2013 nur wenige Monate Zeit zu geben, einen „glaubhaften Plan“ zur Senkung des Haushaltsdefizits vorzulegen, der den Verlust der Bestnote noch verhindern könnte.

Unterdessen erkennt auch das Finanzministerium in Washington den Ernst der Lage an und betonte nach dem Ultimatum von Fitch, wie notwendig es nun für den Kongress sei, eine Einigung zu erzielen und langfristig in ausgewogener Weise das Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen.

Bislang bewertet Fitch ebenso wie auch die Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit der USA noch mit dem Triple-A. Mit Fitch haben nun jedoch beide Ratingagenturen den Ausblick auf negativ gesetzt. Lediglich Standard and Poor’s hatte bereits im Sommer die Top-Bewertung von AAA auf AA+ herabgesenkt.

Schuldenabbau gescheitert: US-Rating in Gefahr

Schuldenabbau gescheitert: US-Rating in Gefahr
Foto: photocase.com © chewing

WASHINGTON (DerFinanzer) – Nach dem Scheitern der Bemühungen, die US-Rekordverschuldung einzudämmen, droht den USA die Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit. Nach Angaben der Nachrichtenagentur „Reuters“ erwägt die Ratingagentur Fitch, den Ausblick für die Bewertung der Kreditwürdigkeit von bislang stabil auf negativ herabzusetzen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Herabstufung eintritt, ist  somit um mehr als 50 Prozent angestiegen. Bisher weist Fitch den USA noch die Bestnote „AAA“ zu. Im Gegensatz dazu hatte Standard & Poor’s bereits im Sommer die Kreditwürdigkeit der USA herabgestuft, als Folge der anhaltenden erbitterten Haushaltsstreits.

Demokraten und Republikaner sind aufgefordert, bis spätestens für diese Woche Vorschläge zur Entlastung des Haushalts vorzulegen. In den kommenden zehn Jahren werden Entlastungen in Höhe von 1,2 Billionen Dollar angestrebt. Zwar war zur Lösung des Haushaltsdefizits ein sogenanntes „Super-Komitee“ aus Vertretern beider Parteien gegründet worden, doch auch nach einem Vierteljahr konnte keine gemeinsame Basis gefunden werden. Während die Demokraten keine Kürzungen bei Sozialleistungen vornehmen wollen, stellen sich die Republikaner gegen einer Erhöhung der Steuern.

Deshalb ist ab 2013 eine automatische Kürzung durch alles Haushaltsbereiche vorgesehen. Ob es tatsächlich dazu kommt, ist jedoch noch fraglich. Besonders Vertreter der Republikaner haben bereits Widerstand angekündigt. Der Widerstand richtet sich insbesonders gegen Streichungen im Verteidigungsetat, der um 600 Milliarden Dollar gekürzt werden soll. Verteidigungsminister Leon Panetta gibt zu Bedenken, dass diese Streichungen schwerwiegende Folgen für sein Ministerium haben könnte.

US-Schuldenstreit: Fitch droht mit Herabstufung

US-Schuldenstreit: Fitch droht mit Herabstufung
Foto: © Daniel Schwen / wikimedia.org
NEW YORK (DerFinanzer) – Die US-amerikanische Ratingagentur Fitch hat nach den gescheiterten Verhandlungen zum Schuldenabbau der US-Regierung mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit gedroht. Wie „Welt Online“ berichtet, plane Fitch den Ausblick der Kreditbewertung auf ‚negativ’ abzustufen.

Da das US-Sparkomitee bestehend aus Vertretern der Demokraten und der Republikanern keine Einigung erzielt hat und somit nach wie vor keine konkrete Lösung vorliegt, inwiefern das massive US-Haushaltsdefizit von mehr als 15 Billionen Dollar abgebaut werden soll, könnte dies „möglicherweise ein negatives Rating zur Folge haben“, erklärte die Ratingagentur Fitch am Dienstag. Fitch werde die Sachlage prüfen und bis zum Ende des Monats eine Entscheidung treffen. Bislang wird die USA von Fitch noch mit der Bestnote AAA bewertet. Ebenso wird auch der Ausblick als stabil angesehen.

Unterdessen ziehen die anderen großen Ratingagenturen Standard and Poor’s (S&P) sowie Moody’s nicht nach. Sie sehen keinen Anlass zur Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA. In einer Mitteilung von S&P heißt es, dass die gescheiterten Verhandlungen der überparteilichen Kommission zu „automatischen Einsparungen im Haushalt“ in Höhe von 1,2 Billionen Dollar führen werden.

Zudem hatte S&P bereits im August den USA die Bestnote AAA entzogen und die Kreditwürdigkeit nur noch mit AA+ bewertet. Damaliger Hintergrund der schlechteren Bewertung waren die angepeilten Einsparungen, die nach Ansicht von S&P für eine Konsolidierung der US-Staatsfinanzen nicht ausreichend seien.

Fitch droht Deutscher Bank mit Abstufung

Fitch droht Deutscher Bank mit Abstufung
Foto: © Deutsche Bank AG

FRANKFURT (DerFinanzer) – Bisher wurden deutsche Banken von den US-Ratingagenturen Fitch, Moody’s und S&P verschont. Doch jetzt scheint auch das Vertrauen in Deutschlands Banken zu schwinden. In der vergangenen Nacht stufte Fitch den Ausblick der Deutschen Bank auf „negativ“ herab. Damit droht der Bank eine Herabstufung innerhalb der kommenden Monate. Bisher stuft Fitch das langfristige Kreditrating der Deutschen Bank auf vierthöchster Stufe mit „AA-“ ein. Die Papiere der Deutschen Bank geben bis zum Mittag deutlich nach. Der europäische Bankenindex brach um mehr als zwei Prozent ein.

Aber nicht nur die Deutsche Bank ist betroffen. Fitch hat weltweit zu einem Rundumschlag in der Bankenlandschaft ausgeholt und den Ausblick von sieben weiteren Großbanken auf „negativ“ gesenkt. Darunter die US-Institute Goldman Sachs, Morgan Stanley und Bank of America sowie die europäischen Banken Société Générale, Credit Suisse, BNP Paribas und Barclays. Gleichzeitig senkte die Ratingagentur die langfristigen Ratings der Schweizer Großbank UBS sowie der Landesbank Berlin und der Berlin-Hannoverschen Hypothekenbank.

Fitch begründet das Urteil mit den schärfer werdenden wirtschaftlichen Herausforderungen sowie Änderungen bei der Regulierung. Die neuere Geschichte habe gezeigt, dass auch große Banken zusammenbrechen, warnt die Ratingagentur gleichzeitig. Die derzeitigen Risiken würden denen von 2008 ähneln und viele europäische Banken seien durch die Staatsanleihen überschuldeter Euro-Länder wie Griechenland oder Portugal stark belastet, heißt es weiter.

Rating-Agenturen strafen spanische Banken ab

Rating-Agenturen strafen spanische Banken ab
Foto: © Fitch Ratings

MADRID (DerFinanzer) – Die beiden Rating-Agenturen Standard & Poor´s (S&P) und Fitch haben die Kreditwürdigkeit der wichtigsten spanischen Finanzinstitute herabgestuft. Insgesamt zehn Geldhäuser unter anderem auch die börsennotierten Institute Banco Santander und BBVA wurden hinsichtlich ihrer Bonität von Standard & Poor`s abgestraft. Die beiden letztgenannten Häuser haben nun nur noch ein „AA-“ Rating, die viertbeste Stufe bei S&P.

Begründet werden die drastischen Herabstufungen der Rating-Agentur S&P mit dem schwierigen Stand, den die Finanzinstitute derzeit hätten, angesichts des eingetrübten Immobilienmarktes und der heftigen Turbulenzen auf den Finanzmärkten. Laut einer S&P-Mitteilung stehe „Spaniens Wirtschaft kurzfristig vor düsteren Aussichten“. Die Rating-Agentur droht, die Bonitätsbewertung letztlich noch bei vier weiteren Banken zu senken.

Auch der Rating-Riese Fitch hat sich die Bonität spanischer Banken vorgeknöpft und die Geldhäuser Santander, Banesto, BBVA, Popular und Sabadell rigoros herabgestuft. Darüber hinaus stellte Fitch auch italienischen Banken, wie Sanpaolo, Unione di Banche Italiane und Banca Monte dei Paschi di Siena Federn, ein schlechtes Rating aus.

Aufgrund der Verschärfung der Schuldenkrise in der Euro-Zone hat die Rating-Agentur Fitch die beiden Länder Italien und Spanien bereits vor wenigen Tagen herabgestuft. Um ganze zwei Stufen wurde das Rating um Spaniens Bonität gesenkt. Seither wird Spanien nur noch mit der Note „AA-“ geführt.