US-Flugzeugträger vor iranischer Küste

Die USA hat ihre militärische Präsenz im Persischen Golf verstärkt. Trotz der Warnung des Irans hat der US-Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ die Meerenge von Homus ungehindert passiert.
Die USA hat ihre militärische Präsenz im Persischen Golf verstärkt. Trotz der Warnung des Irans hat der US-Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ die Meerenge von Homus ungehindert passiert. Foto: wikimedia.org © Fancy-cats-are-happy-cats .

WASHINGTON (DerFinanzer) – Die USA hat ihre militärische Präsenz im Persischen Golf verstärkt. Trotz der Warnung des Irans hat der US-Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ die Meerenge von Homus ungehindert passiert. Das berichtet der Nachrichtensender „CNN“ am Montag.

Nachdem der Flugzeugträger „John Stenis“ vor zwei Wochen aus der Region abgezogen und in den Pazifik verlegt worden war, hatte Teheran die USA davor gewarnt, einen neuen Flugzeugträger in den Golf zu schicken. Der heute entsandte Flugzeugträger soll von einem US-Kreuzer und zwei US-Zerstörer begleitet worden sein. In der Flotte fuhren auch ein britisches und ein französisches Kriegsschiff mit, wie das britische Verteidigungsministerium angab.

Erst im Dezember hatte der Iran damit gedroht, dass er die Straße des Hormus blockieren würde, wenn es weitere Sanktionen gegen das Land wegen seines umstrittenen Atomprogramms gebe. Die Straße des Hormus, ist ein wichtiger Transportweg für Öl, rund 20 Prozent des weltweit vermarkteten Öls werden durch die Meerenge transportiert. Das Einlaufen der Kriegsschiffe gilt als klares Signal an den Iran, dass der Westen eine Blockade nicht zulassen wird.

Zudem wurde heute von den EU-Außenministern in Brüssel ein Ölembargo gegen den Iran beschlossen. Dieses soll ab 1. Juli gelten, zudem wurden die Konten der iranischen Zentralbank in der EU eingefroren, wie der „Spiegel“ berichtet.

Israel und USA entscheiden über Aktion gegen Iran

Die USA und Israel haben bekannt gegeben, dass eine Entscheidung über eine Aktion gegen den Iran in weiter ferne liege. Beide Staaten unterstellen dem Iran den Besitz von Atombomben.
Die USA und Israel haben bekannt gegeben, dass eine Entscheidung über eine Aktion gegen den Iran in weiter ferne liege. Beide Staaten unterstellen dem Iran den Besitz von Atombomben. Foto: wikimedia.org © Ynhockey.

JERUSALEM (DerFinanzer) – Die USA und Israel haben bekannt gegeben, dass eine Entscheidung über eine Aktion gegen den Iran in weiter Ferne liege. Beide Staaten unterstellen dem Iran den Besitz von Atombomben. Das berichtet das „Hamburger Abendblatt“ am Donnerstag.

„Wir haben darüber noch nicht entschieden“, sagte der iranische Verteidigungsminister Ehud Barak über den Zeitpunkt eines israelischen Militäreinsatzes gegen den Iran. Am heutigen Donnerstag wird auch der US-Generalstabschef Martin Dempsey in Israel erwartet. Israel und die USA sollen ihre Pläne gegen den Iran koordinieren. Wann es zu einer Entscheidung über einen möglichen Angriff gibt, ist unklar. „Ich will keine Schätzungen abgeben. Ganz gewiss ist es nicht dringlich“, erklärte Barak.

Teheran habe bislang noch nicht beschlossen, Atomwaffen herzustellen, betonte Barak. Die Iraner wüssten, dass das ein Beweis des „militärischen Charakter ihres Atomprogramms“ wäre, erklärte der Verteidigungsminister. „Und das würde eine Verschärfung der internationalen Sanktionen oder andere Maßnahmen nach sich ziehen.“

Die USA und die Europäische Union haben zum Jahreswechsel ein Öl-Embargo gegen den Iran verhängt, das schrittweise umgesetzt werden soll. Zudem setze die USA auch mit wirtschaftlichen Sanktionen den Iran unter Druck. Der Westen geht davon aus, dass der Iran in seinem Atomprogramm auch Atombomben baut.

Straße von Hormus: Obama warnt Iran vor Blockade

Der US-Präsident Barack Obama hat in einer Geheimbotschaft das geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Chamenei, vor einer Blockade der Straße von Hormus gewarnt. Sollte der Iran die Straße blockieren, werde es eine kräftige Reaktion der USA geben.
Der US-Präsident Barack Obama hat in einer Geheimbotschaft das geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Chamenei, vor einer Blockade der Straße von Hormus gewarnt. Sollte der Iran die Straße blockieren, werde es eine kräftige Reaktion der USA geben. Foto: © Official White House/Pete Souza

WASHINGTON (DerFinanzer) – Der US-Präsident Barack Obama hat in einer Geheimbotschaft das geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Chamenei, vor einer Blockade der Straße von Hormus gewarnt. Sollte der Iran die Straße blockieren, werde es eine kräftige Reaktion der USA geben. Das berichtet die „New York Times“ am Freitag.

Der Iran werde mit der Blockade der wichtigen Meerenge eine „rote Linie“ überschreiten. Dadurch werde eine Reaktion seitens der USA vom Iran provoziert, dass soll der US-Präsident Barack Obama in einem vertraulichen Kanal Ajatollah Chamenei mitgeteilt haben. Die Europäische Union hatte dem Iran ein Embargo gegen iranische Ölexporte Angedroht. Darauf reagierte die iranische Regierung mit einer Blockade der Meerenge von Hormus.

Martin Dempsey, US-Generalstabchef hatte in der vergangenen Woche eingeräumt, dass der Iran die Möglichkeit hätte die Seestraße von Hormus eine Zeitlang zu sperren. Außerdem betonte er, dass die USA sich in einem solchen Fall jedoch zu Wehr setzen könnte. Die iranische Ölindustrie soll mit dem Exportverbot durch die USA und Europa geschwächt werden. Damit soll der Iran dazu gebracht werden, im Atomstreit der Länder einzulenken. Der Iran steht unter Verdacht, heimlich Atombomben zu bauen.

Washington hatte erst am Donnerstag erneut versucht Druck auf Teheran auszuüben. Die USA hat Sanktionen gegen drei Geschäftspartner des Irans in China, Singapur und den Vereinigten Arabischen Emiraten verhängt.

Teheran: Atomwissenschaftler durch Autobombe getötet

Der iranische Atomwissenschaftler Mostafa Ahmadi Roschan ist bei einem Bombenanschlag am Mittwoch getötet worden. Zwei weitere Mitfahrer wurden bei dem Anschlag verletzt.
Der iranische Atomwissenschaftler Mostafa Ahmadi Roschan ist bei einem Bombenanschlag am Mittwoch getötet worden. Zwei weitere Mitfahrer wurden bei dem Anschlag verletzt. Foto: photocase.com © Dawood

TEHERAN (DerFinanzer) – Der iranische Atomwissenschaftler Mostafa Ahmadi Roschan ist bei einem Bombenanschlag am Mittwoch getötet worden. Zwei weitere Mitfahrer wurden bei dem Anschlag verletzt. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur „Fars“.

Ein Motorradfahrer hatte die Bombe unter dem Peugeot des Wissenschaftlers angebracht, das teilte der stellvertretende Gouverneur Safar Ali Bratloo von Teheran mit. Der Anschlag ereignete sich in der Nähe der Allameh Tabatabai Universität im Osten Teherans. “Israel ist für dieses Attentat verantwortlich, die Methode gleicht denen, die bei anderen Anschlägen auf iranische Wissenschaftler angewendet wurden“, Sagte Bratloo laut einem Bericht des iranischen Fernsehsenders Al Alam. Israel und die USA haben sich noch nicht zu den Beschuldigungen geäußert.

Ahmadi Roschan soll in der Atomanlage Natans daran gearbeitet haben, wie man Gase trennt. Bei Autobombenanschlägen wurden 2010 und 2011 drei iranische Wissenschaftler getötet. Einer der Anschläge war genau vor zwei Jahren am 11.Januar 2010 gewesen.

Atomstreit: Türkei will zwischen Iran und Westen vermitteln

Die Türkei hat einen Vermittlungsversuch im Atomstreit zwischen dem Iran und dem Westen gestartet. Der Iran sei ebenfalls dafür, Verhandlungen mit der Europäischen Union über das umstrittene Nuklearprogramm wieder aufzunehmen, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu bei einer Pressekonferenz mit dem iranischen Außenminister Ali Akbar.
Die Türkei hat einen Vermittlungsversuch im Atomstreit zwischen dem Iran und dem Westen gestartet. Der Iran sei ebenfalls dafür, Verhandlungen mit der Europäischen Union über das umstrittene Nuklearprogramm wieder aufzunehmen, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu bei einer Pressekonferenz mit dem iranischen Außenminister Ali Akbar. Foto: photocase.com © seitzinger

TEHERAN (DerFinanzer) – Die Türkei hat einen Vermittlungsversuch im Atomstreit zwischen dem Iran und dem Westen gestartet. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ am Freitag.

Der Iran sei ebenfalls dafür, Verhandlungen mit der Europäischen Union über das umstrittene Nuklearprogramm wieder aufzunehmen, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu bei einer Pressekonferenz mit dem iranischen Außenminister Ali Akbar. Die Gespräche sollen in der Türkei stattfinden, schlug Sakehi vor. Zuvor hatte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton dem Iran mitgeteilt, dass die fünf ständigen Mitgliedes des UN-Sicherheitsrats und Deutschland zu neuen Beratungen bereit seien.

Vor einem Jahr hatte der Iran bei Gesprächen in Istanbul eine Lösung des Atomstreits abgeblockt. Dem Iran wird vorgeworfen, heimlich an Nuklearwaffen zu arbeiten. Deshalb haben die EU und die USA verschiedene Maßnahmen unternommen, um die Regierung in Teheran wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Die Europäische Union hatte sich am Mittwoch grundsätzlich auf ein Importverbot von iranischem Rohöl geeinigt. Die USA will mit Finanzsanktionen gegen den Iran Druck ausüben. „Der Iran ist immer gewappnet, um solchen feindlichen Aktionen entgegenzutreten“, betonte Außenminister Salehi. “Wir sind keineswegs beunruhigt“.

Iran: EU-Staaten einigen sich auf Ölembargo wegen Atomstreit

Die Europäische Union hat sich, angeblich, für ein Importverbot von iranischem Öl ausgesprochen. Offen sei lediglich das Datum, an dem das Verbot in Kraft treten soll.
Die Europäische Union hat sich, angeblich, für ein Importverbot von iranischem Öl ausgesprochen. Offen sei lediglich das Datum, an dem das Verbot in Kraft treten soll. Foto: © BP

BRÜSSEL (DerFinanzer) – Die Europäische Union soll sich für ein Importverbot von iranischem Öl ausgesprochen haben. Offen sei lediglich das Datum, an dem das Verbot in Kraft treten soll. Das berichtet die “Welt” am Donnerstag.

Die iranische Regierung in Teheran soll mit einem Ölembargo unter Druck gesetzt werden. Die EU sieht dies als eine Lösung im Atomstreit mit dem Iran an. Der Ölpreis legte immerhin schon leicht zu. Ein Fass Rohöl der Marke Brent verteuerte sich zweitweise auf knapp 114 Dollar.

Die EU nimmt etwa 450.000 Fass Rohöl pro Tag vom Iran ab, nur China nimmt noch mehr Öl ab. Dennoch zeigte sich der Iran unbeeindruckt von der Ankündigung. Die USA allerdings begrüßten die Entscheidung der EU. Dies sei eine weitere Maßnahme um den wirtschaftlichen Druck auf den Iran zu erhöhen. Die USA selbst, hatten erst vor wenigen Tagen Finanzsanktionen gegen den Iran, in Kraft gesetzt.

Über die genauen Einzelheiten des Ölembargos soll am Donnerstag in Brüssel erneut beraten werden. Ebenso werden die geplanten Sanktionen gegen die iranische Zentralbank besprochen.

Raketentest im Iran: Langstreckenrakete erfolgreich getestet

Nach eigenen Angaben hat der Iran im Persischen Golf Langstreckenraketen getestet. Die Marine meldet, dass die Raketen festgelegte Ziele ordnungsgemäß zerstört hätten.
Nach eigenen Angaben hat der Iran im Persischen Golf Langstreckenraketen getestet. Die Marine meldet, dass die Raketen festgelegte Ziele ordnungsgemäß zerstört hätten. Foto: photocase.com © Wehrrolf

TEHERAN (DerFinanzer) – Der Iran hat im Persischen Golf nach eigenen Angaben erfolgreich eine Langstreckenrakete getestet. Die Marine meldet, dass die Raketen festgelegte Ziele ordnungsgemäß zerstört hätten. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Irna“ am Montag.

Dabei sollen zwei Raketen, eine von dem Typ Kader die andere Nour, erfolgreich ihre Ziele erfasst haben. Unweit von der Straße von Homus gab es eine längere Übung des iranischen Militärs, dabei sollen die Raketen am Montag abgeschossen worden sein. Die Meerenge gehört zu einer der weltweit wichtigsten Ölhandelsrouten. Der Iran hatte mit einer Blockade gedroht und damit internationale Besorgnis ausgelöst.

Ob es sich bei den getesteten Raketen, um Raketen mit einer großen Reichweite handle, ist umstritten. Die iranische Regierung äußerte selbst, dass es sich um Langstreckenraketen handeln würde. Jedoch habe der Typ Kader offiziell nur eine Reichweite von 200km. Das würde die Rakete nach der offiziellen, internationalen Deklaration nicht als Langstreckenrakete auszeichnen.

Die am Samstag getestete Mittelstreckenrakete verfüge über die „neuste Technologie, um für Radarsysteme unsichtbare Ziele und intelligente Systeme abzuwehren, die versuchen , die Flugbahn einer Rakete zu stören“, sagte der Vize-Marinechef Mahmud Mussawi.

Der iranische Präsident Ahmadinedschaft sagte, nach dem US-Präsident Obama weitere Strafmaßnahmen gegen den Iran verhängt hatte. „Wir müssen das Volk und die Nation gegen die Verschwörung der Feinde verteidigen“ und dem „Druck unserer Feinde“ entgegentreten.