Olympus: Kooperation mit Fujifilm?

 Der japanische Konzern Fujifilm soll Interesse an einer Kooperation mit Olympus zeigen. Auch Sony soll an einer Kooperation interessiert sein.
Der japanische Konzern Fujifilm soll Interesse an einer Kooperation mit Olympus zeigen. Auch Sony soll an einer Kooperation interessiert sein. Foto: © Olympus Corporation.

Tokio (DerFinanzer) – Der japanische Konzern Fujifilm soll Interesse an einer Kooperation mit Olympus zeigen. Auch Sony soll an einer Kooperation interessiert sein, wie der „Focus“ am Montag berichtet.

Fujifilm soll Olympus den Vorschlag gemacht haben, im Medizintechnikbereich eine Kooperation zu starten. In manchen Sektoren gäbe es, laut Fijufilm keine kartellrechtlichen Probleme bei einer Zusammenarbeit mit Olympus, wie der Konzern am Montag mitteilte. Wie eine Kooperation konkret aussehen soll und ob sie zu Stande kommt, werden die nächsten Wochen zeigen.

Zudem soll Sony dem angeschlagenen Medizintechnikkonzern ein Angebot für eine Kooperation unterbreitet haben. Japanische Medien berichten, dass Sony sich mit 20 bis 30 Prozent bei Olympus beteiligen wolle. Sony strebt wie Fujifilm mit Olympus eine Kooperation im Medizintechnikbereich an. Sony hat sich bisher nicht öffentlich zu den Gerüchten geäußert.

Der Kamerahersteller Olympus ist nach einem aufdeckten Bilanzskandal angeschlagen. 1,24 Milliarden Euro soll der Konzern verschleiert haben.
Zudem fuhrt der Konzern zwischen April und September 2011 einen Fehlbetrag von 315 Millionen Euro ein. Um die Kapitalstruktur des Konzerns zu verbessern, käme Olympus eine Kooperation mit einem anderen Unternehmen gelegen.

Bilanzbetrug: Olympus verklagt 19 Spizenmanager

Der japanische Kamerahersteller Olympus hat wegen dem kürzlich aufgedeckten Bilanzbetrugs 19 frühere und amtierende Spitzenmanager angeklagt. Dabei sind sogar Präsidenten der Firma angeklagt worden.
Der japanische Kamerahersteller Olympus hat wegen dem kürzlich aufgedeckten Bilanzbetrugs 19 frühere und amtierende Spitzenmanager angeklagt. Dabei sind sogar Präsidenten der Firma angeklagt worden. Foto: © Olympus Corporation

TOKIO (DerFinanzer) – Der japanische Kamerahersteller Olympus hat wegen dem kürzlich aufgedeckten Bilanzbetrugs 19 frühere und amtierende Spitzenmanager angeklagt. Dabei sind sogar Präsidenten der Firma angeklagt worden. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Dienstag.

Die Klage sei am Sonntag beim Bezirksgericht in Tokio eingereicht worden, dass teilte Olympus am Dienstag mit. Angeklagt seien der ehemalige Präsident des Konzerns Tsuyoshi Kikikawa, der amtierende Präsident Shuichi Takayama und 17 weitere Personen. Ihnen wird vorgeworfen von den betrügerischen Aktivitäten gewusst zu haben oder sogar eine Beteiligung an diesen.

Der Kameraherstellte verklagt die Betroffenen auf Schadenersatz in Höhe von 16,5 Milliarden Yen (ca. 170 Millionen Euro). 37 Millionen Euro sollen alleine auf den ehemaligen Präsidenten Kikikawa entfallen. In einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung im Februar und März, sollen die amtierenden Vorstandsmitglieder, die verklagt werden, zurücktreten.

Bei dem kürzlich aufgedeckten Bilanzbetrug sollen über Jahre hinweg 1,38 Milliarden Euro unterschlagen worden sein. Das Geld wurde durch aufgeblähte Übernahmedeals in der Bilanz verschleiert. Aufgeflogen ist der Bilanzskandal im Herbst, nachdem der ehemalige Unternehmenschef Michael Woodford an die Presse gegangen war. Kikukawa hatte Woodford entlassen, als dieser auf die Bilanzunregelmäßigkeiten aufmerksam geworden war. Auch Woodford hat seit vergangener Woche eine Klage gegen Olympus laufen. Außerdem ermittelt auch die japanische Behörde gegen Olympus. Erst vor Weihnachten hatte die Polizei und Staatsanwaltschaft eine groß angelegte Razzia durchgeführt.

Olympus legt korrigierte Bilanzen vor

Olympus legt korrigierte Bilanzen vor
Foto: © Olympus Corporation

TOKIO (DerFinanzer) – Nach dem Bilanzskandal hat der Kamerahersteller Olympus am Mittwoch eine überprüfte Bilanz für die vergangenen Geschäftsjahre vorgelegt. Durch die Vorlage der Bilanz und der Zahlen für das zweite Quartal konnte Olympus der Verbannung von der Tokioter Börse entgegenwirken und bleibt weiterhin notiert.

Der japanische Traditionskonzern gab bekannt, dass zwischen April 2011 und September ein Fehlbetrag in Höhe von ca. 32,3 Milliarden Yen (315 Millionen Euro) anfiel. Aus den neuen Zahlen geht ebenfalls hervor, dass die Vermögenswerte für die letzten fünf Geschäftsjahre bis 2009/10 über den Verbindlichkeiten lagen. Doch die Falschbuchungen in den vergangenen 13 Jahren führten zu einem deutlichen Defizit in Höhe von 134,8 Millionen Yen (1,3 Milliarden Euro). Die Verluste wurden in der gefälschten Bilanz verschleiert. Die Fehlbeträge aus Anlagegeschäften wurden durch überhöhte Zahlungen bei Übernahmen bilanziert, anstatt sie als Abschreibungen in der Bilanz zu verbuchen.

Für das im März 2012 endende laufende Geschäftsjahr gab das Unternehmen keine Zahlen an.

Bilanzskandal: Olympus verschwieg Milliardenverluste

Bilanzskandal: Olympus verschwieg Milliardenverluste
Foto: © Olympus Corporation

TOKIO (DerFinanzer) -Der japanische  Kamerahersteller Olympus soll Verluste in Milliardenhöhe vor Investoren verheimlicht haben. Nach Informationen aus Insider-Kreisen belaufen sich die verschwiegenen Verluste des in den größten Bilanzskandal Japans verwickelten Kameraherstellers auf bis zu 1,24 Milliarden Euro.

Diese Angaben werde der Bericht einer Untersuchungskommission, der am kommenden Dienstag präsentiert werden soll, laut gut informierten Kreisen bestätigen. Der Bericht werde jedoch keine Empfehlung dazu geben, Klage gegen das Management des Konzerns zu erheben. Wie die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ berichtete, ließen sich zudem keine Verbindungen zur Organisierten Kriminalität nachweisen. Olympus steht im Fokus des größten japanischen Bilanzskandals. Der Hersteller von Kameras und Medizintechnik hatte bereits zugegeben, in den letzten Jahren Verluste aus Wertpapiergeschäften als Kosten für Zukäufe und  Beratungen falsch deklariert zu haben.

Den Bilanzskandal an die Öffentlichkeit gebracht hatte der frühere Konzernchef Michael Woodford höchst persönlich. Mit der Bitte um Prüfung  dreistelliger Millionenzahlungen bei der Übernahme von Gyrus, einem britischen Medizinausrüster, 2008 hatte er sich an die britische Börsenaufsicht gewandt. Olympus hatte daraufhin eingestanden, Verluste aus Wertpapiergeschäften in Milliardenhöhe falsch ausgewiesen zu haben. Bereits vor dem öffentlich Geständnis des Kameraherstellers hatte die Aktie mehr als die Hälfte an Wert eingebüßt. Immerhin konnte die Aktie am Montag wieder einen Zuwachs von 2,3 Prozent verzeichnen. Wenn Olympus seinen aktuellen Quartalsbericht bis Mitte Dezember nicht überarbeitet nachreichen kann, könnte der Ausschluss von der Börse in Tokio erfolgen.

Olympus räumt Bilanzfälschung ein

Olympus räumt Bilanzfälschung ein
Foto: © prudential / photocase.com
TOKIO (DerFinanzer) – Der japanische Kamera- und Medizintechnik-Hersteller Olympus hat am Dienstag zugegeben, die Bilanzen gefälscht zu haben. Wie die „Frankfurter Allgemeine“ berichtete, seien seit den 90er Jahren Investment-Verluste vor allem mit Hilfe von Unternehmenszukäufen versteckt worden.

Mit der Bekanntgabe sank die Aktie um 29 Prozent und verlor somit seit dem publik werden der Affäre insgesamt mehr als zwei Drittel ihres ursprünglichen Wertes. Nachdem der ehemalige britische Firmenchef Michael Woodford öffentlich seit Mitte Oktober milliardenschwere Zukäufe kritisierte, ließ Olympus die Übernahmen durch eine unabhängige Kommission prüfen. Woodfort behauptete, dass ihm gekündigt worden sei, weil er Fragen zu den Übernahmen stellte und entsprechende Untersuchungen einleitete. Zuerst verteidigte Olympus die Zukäufe, gab letztlich jedoch aufgrund des Drucks der Aktionäre nach.

Wie der japanische Konzern nun einräumt, seien auch erheblich hohe Zahlungen, die mit dem Kauf des britischen Medizintechnik-Spezialisten Gyrus an einen Finanzberater geflossen sind, Teil der Bilanzfälschung. So erhielt der Berater über den Rückkauf eines Aktienanteils insgesamt 687 Millionen Dollar, was rund ein Drittel des gesamten Gyrus-Kaufpreises von 1,92 Milliarden Dollar ausmacht. Warum dem mittlerweile nicht mehr auffindbaren Berater eine derart hohe Summe gezahlt wurde, erklärte Olympus bislang damit, dass sich der Konzern erst nachträglich entschieden hätte, das komplette Gyrus-Unternehmen zu übernehmen, sodass der als Teil des Honorars gewährte Anteil wieder zurückgekauft werden musste. Laut Medienberichten hat sich inzwischen auch das FBI eingeschaltet, weil die Beraterfirma in den USA sitzt.

Auch hinter den Zukäufen von drei kleineren japanischen Herstellern medizinischer Ausrüstung für ingesamt 73,4 Milliarden Yen seien Verluste verschleiert worden. Olympus entschuldigte sich mittlerweile bei den Anlegern und Partnern. Während einem Manager gekündigt wurde, erklärte nun auch Vizepräsident Hisashi Mori seinen Rücktritt. Auch der Firmenpatriarchen Tsuyoshi Kikukawa gab den Vorsitz des Verwaltungsrates ab. Unterdessen behalte sich der neue Firmenchef Shuichi Takayama vor, gegen Kikukawa und Mori Anzeige zu erstatten.