Sony verkauft Joint-Venture-Anteile an Samsung

Samsung hat angekündigt die Anteile von Sony an ihrem gemeinsamen LCD-Joint-Venture S-LCD Corp. zu kaufen. Die fast 50-prozentigen Anteile von Sony sollen für 1,08 Billionen Won (720 Millionen Euro) an den koreanischen Partner verkauft werden.
Samsung hat angekündigt die Anteile von Sony an ihrem gemeinsamen LCD-Joint-Venture S-LCD Corp. zu kaufen. Die fast 50-prozentigen Anteile von Sony sollen für 1,08 Billionen Won (720 Millionen Euro) an den koreanischen Partner verkauft werden. Foto: © Sony Corp.

TOKIO (DerFinanzer) – Sony hat angekündigt die Anteile am gemeinsamen LCD-Joint-Venture S-LCD Corp. an Samsung zu verkaufen. Die fast 50-prozentigen Anteile von Sony sollen für 1,08 Billionen Won (720 Millionen Euro) an den koreanischen Partner verkauft werden. Das teilten die Unternehmen der Öffentlichkeit am Montag mit.

Sony hatte die Bildschirme des Joint Ventures in seiner Fernseh-Produktion genutzt. Doch schon seit Jahren schreibt Sony in der Fernsehsparte hohe Verluste. Künftig will Sony seine Bildschirme zu Marktpreisen von Samsung kaufen und damit jährlich rund 50 Milliarden Yen (490 Millionen Euro) einsparen. Experten sehen allerdings die Gefahr das Sony bei niedrigeren Marktpreisen bei anderen Herstellern kaufen könnte. Samsung sieht 2012 positiv entgegen. Laut eigenen Prognosen soll es ein Wachstum von 10 Prozent für den Flachbildschirm Markt geben.

Der Transfer der Sony-Anteile an Samsung soll noch im Januar 2012 stattfinden. Sony nahm bereits eine Abschreibung in Höhe von 66 Milliarden Yen (rund 645 Millionen Euro), für die Neubewertung seiner S-LCD Anteile, vor.

Sony und Ericsson beenden Zusammenarbeit

Sony und Ericsson beenden Zusammenarbeit
Foto: © Wiiii / Wikipedia.org
TOKIO (DerFinanzer) – Der schwedische Elektronikkonzern Ericsson hat am Donnerstag mitgeteilt, die Zusammenarbeit mit dem japanischen Partner Sony zu beenden. Wie „Spiegel-Online“ berichtete, werde der japanische Konzern für 1,05 Milliarden Euro den 50-prozentigen Anteil am Gemeinschaftskonzern abkaufen. Kurze Zeit nach dieser Bekanntmachung erzielte die Ericsson-Aktie ein Plus von 5 Prozent.

Bis Januar 2012 solle der Verkauf der Anteile abgeschlossen sein. Sony Ericsson werde dann zukünftig in den Sony-Bereich für internetbasierte Verbraucherelektronik eingeführt werden.

Im Oktober 2001 hatten sich Sony und Ericsson zusammen getan, um ein Gegengewicht zu dem Handy-Marktführer Nokia darzustellen. Mittlerweile gehört das Unternehmen nur noch knapp zu den weltweit zehn führenden Handy-Herstellern. Allein im vergangenen Jahr setzte die skandinavisch-asiatische Allianz nur noch 6,3 Milliarden Euro um und büßte vor allem auch aufgrund Apples durchschlagendem Erfolg mit dem iPhone viele Marktanteile ein.

Erst kürzlich kündigte Sony Ericsson einen Strategiewechsel an. Ab 2012 will Sony Ericsson nur noch Smartphones anbieten. Bereits jetzt erwirtschafte Sony Ericsson mehr als 80 Prozent seines Umsatzes mit den Smartphones, begründete das Unternehmen diesen Entschluss.

Sony: Hacker greifen PS3-Netzwerk an

Sony: Hacker greifen PS3-Netzwerk an
Foto: © Sony Corp.

TOKIO (DerFinanzer) – Sony ist erneut Opfer von Hackerattacken geworden. Nach Informationen des japanischen Elektronikriesen sollen Konten der Spieleplattform „PlayStation 3″ betroffen sein. Demnach soll es eine große Menge an fehlgeschlagenen Log-in-Versuchen gegeben haben. Aus diesem Grund seien vorsorglich rund 93.000 Nutzerkonten gesperrt und eingefroren worden, heißt es. Sony möchte mit dieser Maßnahme weiteren Schaden abwenden und eine erneute Sicherheitskrise vermeiden. Kreditkarteninformationen sollen nach neuesten Informationen aber nicht ausgespäht worden sein.

Nach Angaben des Sicherheitsvorsitzenden der Sony Gruppe seien weniger als ein Zehntel von einem Prozent (0,1 Prozent, Anm. d. R.) der Nutzer betroffen. Hacker hätten versucht, sich in verifizierte Accounts mittels Passwörter einzuloggen. „Wir unterziehen diese im Moment aufgrund des unerlaubten Zugriffes einer Prüfung und werden mehr Informationen zur Verfügung stellen, sobald wir diese haben“, schrieb der Sicherheitsvorsitzende in einem Beitrag auf dem europäischen PlayStation-Blog.

Bereits im Frühjahr wurde Sony mehrfach Opfer von Hackerattacken. Seit dem beobachtet Sony auffällige Kontonutzungen sehr genau, um Ereignisketten zu vermeiden. Sony empfiehlt seinen Nutzern deshalb auch sichere Passwörter zu verwenden und diese regelmäßig zu ändern.

Sony will sich Sony Ericsson einverleiben

Sony will sich Sony Ericsson einverleiben
Foto: © Sony Corporation

TOKIO (DerFinanzer) – Japans Elektronikkonzern Sony ist derzeit mit seinem schwedischen Gemeinschaftsunternehmen Ericsson in Verhandlung, um eine geplante Übernahme der Ericsson-Anteile zu vereinbaren. Dies berichtet Reuters am Freitag mit der Berufung auf Branchenkenner. Ein möglicher Deal könnte sich auf etwa 1,3 Milliarden Dollar beziffern. Beide Unternehmen haben bisher aber keine Stellung bezogen.

Demnach sind Sony und das Unternehmen der Handy-Marke Ericsson seit Wochen in Verhandlung und planen die Zukunft der seit zehn Jahren bestehenden Allianz. Da Sony Ericsson in der Vergangenheit häufig Verluste eingefahren hat, plane Sony sowohl Geräte als auch die Programme unter einem Namen anzubieten, hieß es weiter. Dieser Kurswechsel dürfte aufgrund der Erfolge von Apple und Google entschieden worden sein, da beide Unternehmen sehr erfolgreich Programme und Geräte aus einer Hand anbieten und Sony nachziehen möchte. Auf dem Wachstumsmarkt konkurriert die Allianz vor allem mit Apple und Samsung.

Aus Sicht von Sony ist es nicht sinnvoll, Smartphones und Tablet-PCs unabhängig voneinander zu entwickeln. So sollen die Produkte stärker aufeinander abgestimmt werden. Zudem bereite dem japanischen Konzern Sorge, dass die komplette Produktpalette unterschiedliche Produktnamen trage. So laufen Tablets unter dem Markennamen Sony, Smartphones unter Sony Ericsson.

Die Aktie sank derweil entgegen dem Markttrend um 3,6 Prozent. Zuvor hatte bereits das „Wall Street Journal“ über derartige Übernahmeverhandlungen berichtet.