UBS schließt 2011 mit Gewinneinbruch ab

Die Schweizer Großbank UBS hat das Gesamtjahr 2011 mit einen Gewinneinbruch abgeschlossen. Der Jahresgewinn lag bei 4,23 Milliarden Franken.
Die Schweizer Großbank UBS hat das Gesamtjahr 2011 mit einen Gewinneinbruch abgeschlossen. Der Jahresgewinn lag bei 4,23 Milliarden Franken. Foto : © UBS AG.

ZÜRICH (DerFinanzer) – Die Schweizer Großbank UBS hat das Gesamtjahr 2011 mit einen Gewinneinbruch abgeschlossen. Der Jahresgewinn lag bei 4,23 Milliarden Franken. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ am Dienstag.

2010 erzielte die Investmentbank UBS noch einen Jahresgewinn von 7,5 Milliarden Euro. Der Reingewinn im vierten Quartal 2011 lag bei 393 Millionen Franken von zuvor 1,02 Milliarden Franken. Analysten hatten einen geringeren Einbruch erwartet. Sie äußerten gegenüber Reuters, dass sie von einem Gewinneinbruch um die 40 Prozent auf 4,58 Milliarden Franken (3,6 Milliarden Euro) ausgegangen waren. Zudem gingen sie auch von einem besseren Quartalsgewinn aus. Sie hatten 737 Millionen Franken erwartet, was einem Einbruch um 43 Prozent entsprochen hätte.

Verluste machte die Bank vor allem in der Investmentbanking-Sparte. Dort gab es ein Minus von 256 Millionen Franken vor Steuern. Ein Gewinn in Höhe von 882 Milliarden Franken konnte im Bereich Vermögensverwaltung und Schweizer Geschäft eingefahren werden. Im Wealth-Management erzielte das Unternehmen 3,1 Milliarden Franken. Im vierten Quartal konnte im US-Wealth-Management 1,9 Milliarden Franken erreicht werden. Bereits im dritten Quartal erzielte das Institut im Wealth-Management-Sektor einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden Franken.

Je Aktie soll eine Dividende von 0,1 Franken ausgezahlt werden, wie bereits im November von UBS angekündigt wurde.

UBS: Ermotti zum neuen CEO ernannt

UBS: Ermotti zum neuen CEO ernannt
Foto: © UBS AG
ZÜRICH (DerFinanzer) – Die Schweizer Großbank hat Sergio Ermotti zum neuen CEO ernannt. Laut einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ war Ermotti bereits Ende September als Übergangschef der größten Bank in der Schweiz eingesetzt worden, nachdem überraschend Oswald Grübel seinen Rücktritt erklärt hatte.

Der Präsident des Verwaltungsrates Kaspar Villiger hatte bereits vorab angedeutet, den ursprünglich aus einer Notlage heraus eingesetzten Ermotti unter Umständen generell mit dem Amt des Group CEO dauerhaft zu betrauen. „Wir wollen die Entscheidung nicht in alle Ewigkeiten hinausschieben, aber wir werden uns nicht unter Druck setzen lassen“, äußerte sich Villiger anlässlich einer Veranstaltung der Züricher Universität. Er sei beeindruckt, „wie das Team unter Sergio Ermotti unsere Strategie vorantreibt“.

Unterdessen werde Villiger selbst als Präsident des Verwaltungsrates abdanken. Axel Weber solle ab 2012 und damit ein Jahr früher als ursprünglich geplant, das Amt übernehmen.

Der damalige Rücktritt von Oswald Grübel Ende September war dessen gezogene Konsequenz aus einem milliardenschweren Handelsskandal.

UBS: Milliardengewinn im dritten Quartal

UBS: Milliardengewinn im dritten Quartal
Foto: © UBS
BERN (DerFinanzer) – Die Schweizer Großbank UBS hat im dritten Quartal einen Nettogewinn von einer Milliarde Franken erzielt. Laut einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ blieb somit der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal beständig. Unterdessen stieg der Aktienkurs um zwei Prozent.

Das gute Quartalsergebnis täuscht jedoch über ein paar erhebliche Einbußen hinweg. So hatte der Händler Kweku Adoboli erst einen Verlust von 2,3 Milliarden Dollar eingebracht, welcher nur aufgrund einer Reihe von Sondereffekten ausgeglichen werden konnte. Darüber hinaus erlitt die hauseigene Investmentbank einen Verlust hinsichtlich der Vorsteuer im Wert von 650 Millionen Franken. Und auch im Europa-Geschäft musste die UBS Gewinneinbußen hinnehmen. So kündigten in Deutschland Berater der Großbank nicht nur ihren Job, sondern nahmen auch gleich die Kundschaft im Wert von 1,5 Milliarden Franken mit.

Das letztlich doch eine derart gute Bilanz gezogen werden konnte, liegt vor allem auch an einer Neubewertung der eigenen Schulden. Dieser Kniff allein brachte eine Verbesserung von 1,8 Milliarden Franken. Desweiteren konnten Schuldtitel der US-Regierung, sogenannte Treasury-bezogene Anlagen, gewinnbringend für 722 Millionen Franken verkauft werden. Auch eine Steuergutschrift konnte das Schweizer Finanzinstitut im Sinne der Bilanz für 40 Millionen Franken verbuchen.

Auch im Bereich der Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden war von dem Rufschaden aufgrund des Handelsskandals in London noch nichts zu spüren. So gewann die USB neue Kunden in Amerika und Asien und erzielte im Wealth-Management-Sektor einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden Franken.

Unterdessen zeigte sich der neue Chef der UBS, Sergio Ermotti, „für die Zukunft unserer Geschäfte sehr zuversichtlich“. Sein Vorgänger Oswald Grübel hatte aufgrund des Handelsskandals in London seinen Platz räumen müssen.

UBS: CEO Oswald Grübel tritt ab

UBS: CEO Oswald Grübel tritt ab
Foto © UBS AG

ZÜRICH (DerFinanzer) – Oswald J. Grübel, CEO der Schweizer Großbank UBS, hat die Konsequenzen aus dem milliardenschweren Skandal im Zusammenhang mit dem unautorisierten Handel eines Investment-Bankers gezogen und seinen sofortigen Rücktritt angekündigt. Bereits am Freitag habe der UBS-Verwaltungsrat die Rücktrittsentscheidung von Gruppen-CEO Oswald J. Grübel angenommen und Sergio P. Ermotti gebeten, die Position des Gruppen-CEO ad interim zu übernehmen. Dieser hat zugestimmt und die Position per sofort inne.

„Der Verwaltungsrat bedauert die Entscheidung von Oswald Grübel zutiefst. Oswald Grübel betrachtet es als seine Pflicht, für den kürzlichen Vorfall im Zusammenhang mit dem unautorisierten Handel die Verantwortung zu übernehmen. Dies ist Ausdruck seiner konsequenten Haltung und Integrität. Während seiner Amtszeit hat er einen beeindruckenden Turnaround bewerkstelligt und UBS fundamental gestärkt. Er hat mitgeholfen, UBS zu einer der weltweit bestkapitalisierten Banken zu machen. Im Namen des Verwaltungsrats möchte ich ihm für all das, was er für UBS getan hat, meinen tiefempfundenen Dank aussprechen“, kommentiert UBS-Verwaltungsrat Kaspar Villiger.

Der Verwaltungsrat will nun den internen und externen Evaluationsprozess für einen neuen Gruppen-CEO in die Wege leiten, um einen permanenten Nachfolger zu finden. Über die kürzlich entstandenen Verluste aus dem unautorisierten Handel zeigt sich der Verwaltungsrat weiterhin sehr enttäuscht. Er wolle die unabhängige Untersuchung voll und ganz unterstützen und sicherstellen, dass korrigierende Maßnahmen getroffen werden, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt, heißt es.