US-Unternehmen verlangern Produktion wieder in Heimat

 Die Finanzkrise hat dazu geführt, dass immer mehr US-Unternehmen ihre Produktion wieder nach Amerika holen. Faktoren wie Produktionswachstum, moderate Löhne und der schwache Dollar sollen dabei helfen.
Die Finanzkrise hat dazu geführt, dass immer mehr US-Unternehmen ihre Produktion wieder nach Amerika holen. Faktoren wie Produktionswachstum, moderate Löhne und der schwache Dollar sollen dabei helfen. Foto: © GM Company.

NEW YORK (DerFinanzer) – Die Finanzkrise hat dazu geführt, dass immer mehr US-Unternehmen ihre Produktion wieder nach Amerika holen. Faktoren wie Produktionswachstum, moderate Löhne und der schwache Dollar sollen dabei helfen. Das berichtet die „Financial Times Deutschland“ (FTD) am Sonntag.

Bruce Cochrane ist seit fünf Generationen in der Möbelherstellung tätig. Letztes Jahr kündigte er an ,dass sein Unternehmen Lincolnton Furnitute wieder in den USA produzieren werde. Bisher hatte die Firma in China produziert. Die Lohnkosten seien innerhalb der letzten 10 Jahre 7-Mal höher geworden. „2000 betrug der Durchschnittslohn in China rund 50 Cent pro Stunde, heute sind es 3,50 Dollar“, sagt Bruce Cochrane. Zudem seien auch andere Kosten in China gestiegen. Die chinesischen Behörden seien inzwischen „viel aggressiver“ in Sachen Umweltauflagen, sagt er weiter.

US-Arbeiter haben eine höhere Produktivität und die Versandkosten würden wegfallen. Rechne man diese Faktoren ein, verschwinde der Wettbewerbsvorteil des asiatischen Fertigungssektors, betont Cochrane. Das Etikett „Made in the USA“ ist heute wichtiger denn je. Die Menschen wollen Produkte, die in Amerika hergestellt wurden. Ich bin überzeugt, wir haben den Zeitpunkt ganz richtig gewählt.“, erklärt der Unternehmer.

„Während des vergangenen Jahrzehnts ist in den USA die Produktivität gestiegen, und die Lohnstückkosten sind gefallen“, erklärt Chad Moutray, Chefvolkswirt beim Verband der US-Fertigungsunternehmen NAM. „Viele unserer Mitglieder sagen, zuweilen sei es billiger in den USA zu produzieren, vor allem, weil die Arbeitskosten niedriger sind.“ Auch andere Unternehmen wie Ford, General Motors oder Caterpillar haben in den Vergangenen Jahren Arbeitsplätze in den USA geschaffen. Präsident Barack Obama bezeichnet diese Maßnamen als „Trend, der Hoffnung macht“.

USA: Sparkomitee am Schuldenabbau gescheitert

USA: Sparkomitee am Schuldenabbau gescheitert
Foto: © Andy Dunaway / wikimedia.org
WASHINGTON (DerFinanzer) – Das US-Sparkomitee hat in der Debatte um den Schuldenabbau der Vereinigten Staaten keine Einigung erzielt. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, erklärte das sogenannte Super-Komitee bestehend aus Vertretern von Demokraten und Republikanern die Gespräche offiziell für gescheitert.

Nach Angaben der Sparkommission war es nicht möglich, hinsichtlich des Abbaus von mehr als 15 Billionen Dollar Schulden noch vor Ablauf der Frist eine Lösung zu finden, die von beiden Parteien getragen werden kann. „Wir sind zutiefst enttäuscht, dass wir keine überparteiliche Einigung zum Defizitabbau erreichen konnten“, erklärten die beiden Vorsitzenden des Super-Komitees, die demokratische Senatorin Patty Murray und der republikanische Abgeordnete Jeb Hensarling.

Seit dem Beginn der Verhandlungen im September hatten sich weder die Demokraten noch die Republikaner bereit erklärt, Zugeständnisse einzuräumen. Während Einschnitte in das Sozialsystem vermieden werden sollen, plädieren die Demokraten für eine Steuererhöhung, die vor allem die reiche Oberschicht der USA betreffen soll. Die Republikaner haben sich bis zuletzt gegen eine Steuererhöhung ausgesprochen.

Nachdem im Sommer der Streit um die Anhebung der Schuldengrenze derart eskalierte, dass sich die Vereinigten Staaten kurz vor der Zahlungsunfähigkeit befanden, war das Super-Komitee gegründet wurden. Hiernach sollte die Spar-Kommission spätestens diese Woche einen Kompromiss aushandeln, der es ermöglicht, in den kommenden zehn Jahren das Defizit um mindestens 1,2 Billionen Dollar einzudämmen. Mit Ablauf der Frist drohen dem US-Haushalt nun ab 2013 automatische Kürzungen.

US-Außenministerin Clinton reist nach Burma

US-Außenministerin Clinton reist nach Burma
Foto: State Department © Michael Gross
WASHINGTON (DerFinanzer) – Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton werde im November in den ostasiatischen Staat Burma reisen. Laut einem Bericht von „Spiegel Online“, wolle der US-Präsident Barack Obama die neue Regierung in Burma zur Umsetzung von weitreichenden Reformen motivieren.

Nachdem die Militärdiktatur vor neun Monaten in Burma gestürzt worden sei, hätte es nach Meinung von Obama ein „Aufflackern von Fortschritten“ gegeben. „Wir wollen klarmachen, dass Burma eine neue Beziehung zu den USA aufbauen kann, wenn es auf dem Pfad der demokratischen Reformen weitergeht“, erklärte der US-Präsident am Freitag von seinem Indonesien-Besuch in Bali aus. Konkrete Fortschritte sähe Obama zum Beispiel in der Freilassung von politischen Gefangenen sowie in der Entschärfung der Medienzensur. Allerdings erwarte er gerade im Bereich der Menschenrechte mehr.

Von 1962 an bis Anfang des Jahres 2011 wurde Burma von den Militärs beherrscht. Seit Februar gibt es in Burma eine zivile Regierung, die von dem Präsidenten Thein Sein angeführt wird. Er war bereits auch unter der Junta Ministerpräsident, hatte aber im Vorfeld der umstrittenen Wahlen im vergangenen November seine Uniformierung abgelegt.

US-Präsenz im Pazifik: Obama plant Ausbau

US-Präsenz im Pazifik: Obama plant Ausbau
Foto: Official White House © Chuck Kennedy
CANBERRA (DerFinanzer) – Der US-Präsident Barack Obama hat angekündigt, die wirtschaftliche als auch militärische Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum zu verstärken. Wie „Spiegel Online“ berichtet, sei es das Ziel Obamas, den Einfluss in dieser wirtschaftlich attraktiven und aufstrebenden Region auszubauen.

„Wir sind hier, und wir werden hier bleiben“, betonte der US-Präsident Obama in seiner Rede vor dem australischen Parlament in Canberra. In Vorbereitung auf das 19. Gipfeltreffen der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) in Indonesien gewährte Obama in der australischen Hauptstadt Einblicke in sein Pazifik-Projekt: „Ich habe eine strategische Entscheidung getroffen: Als Pazifiknation werden die USA eine größere und langfristigere Rolle in der Gestaltung dieser Region und ihrer Zukunft spielen.“ Die USA sind das erste Mal zu dem Gipfeltreffen der Asean-Staaten eingeladen, an dem auch China und Japan teilnehmen werden.

Bevor Obama jedoch von Australien direkt nach Indonesien weiterreist, betonte er in seiner Rede vor dem australischen Parlament, dass nicht nur die Mehrheit der globalen Atommächte in Asien angesiedelt seien, sondern auch „rund die Hälfte der Menschheit“. Somit werde genau diese Region in Zukunft „in hohem Maße bestimmen, ob das kommende Jahrhundert von Konflikt oder Zusammenarbeit, unnötigem Leid oder menschlichem Fortschritt gekennzeichnet sein wird“, sagte Obama.

Die US-Präsenz in Asien habe für Obama oberste Priorität und werde von jeglichen Einsparungen im Verteidigungshaushalt nicht betroffen sein. So plane Obama bereits den Ausbau der US-Militärkräfte auf dem australischen Kontinent. Militärflugzeuge sowie bis zu 2500 Mann, darunter viele Elitesoldaten der Marines, sollen bis Mitte 2012 in Darwin stationiert werden.

Nordkorea und USA nehmen Gespräche wieder auf

Nordkorea und USA nehmen Gespräche wieder auf
Foto: © Myouzke / wikipedia.org
PJÖNGJANG (DerFinanzer) – Nordkorea und die USA haben sich zu erneuten Beratungen zusammengefunden. Nachdem im Jahr 2009 die Sechs-Parteien-Gespräche über das Atomprogramm scheiterten, trafen sich Vertreter beider Seiten am Montag in der US-Botschaft in Genf. Wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ berichtete, beraten rund zwei Jahre später die USA und Nordkorea erneut über den Abbau der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel.

Experten zufolge, sei von den auf zwei Tage angesetzten Gesprächen nur wenig zu erwarten. Es ginge viel mehr darum, die Wogen zwischen den Seiten zu glätten, als konkret wieder die Verhandlungen über das nordkoreanische Atomprogramm aufzunehmen.

Den Mittelsmann zwischen den USA und Nordkorea gibt unterdessen die chinesische Regierung. So fordere die Schutzmacht, dass Nordkorea die Verhandlungen zum Atomprogramm wieder aufnehme und somit die Gespräche mit den USA und Südkorea vertiefe. Laut Berichten der staatlichen chinesischen Medien, habe dies Vize-Regierungschef Li Keqiang dem nordkoreanischen Ministerpräsidenten Choe Yong Rim bei einem Besuch mitgeteilt. Allerdings habe Li jedoch auch zugesichert, dass die chinesische Regierung weiterhin an der Seite Nordkoreas stehen werde.

Unterdessen verlangt die USA, dass die Lebensmittellieferungen nach Nordkorea keine Rolle in den Verhandlungen spielen dürfen. Die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos bekräftigte, dass die Hilfen an die notleidende nordkoreanische Bevölkerung nicht politisiert werden dürfe.

Die Atomgespräche im Jahr 2009 waren damals gescheitert, als Nordkorea einen zweiten Atomtest durchführte und die USA daraufhin mit Sanktionen reagierte. Neben Nordkorea und den USA waren damals auch China, Russland, Japan und Südkorea an den Verhandlungen beteiligt.

USA: Niemand will es mit Obama aufnehmen

USA: Niemand will es mit Obama aufnehmen
Foto: © White House/Pete Souza

WASHINGTON (DerFinanzer) – Wer nimmt es bei den Präsidentschaftswahlen 2012 in den USA mit dem amtierenden Staatschef Barack Obama auf? Mit dieser Frage tun sich die US-Republikaner derzeit schwer. Nach der Absage von Kandidatin Sarah Palin scheint alles auf einen Zweikampf zwischen Rick Perry und Mitt Romney herauszulaufen. Die wahren Gründe für den Rückzug von Palin liegen aber noch im Dunkeln. Bisher gab sie an, sie wolle sich in der kommenden Zeit gemeinsam mit ihrem Ehemann stärker „Gott, der Familie und dem Land“ widmen. Auch wenn Palin bei vielen Republikanern beliebt ist und eine starke Basis hat, war der Schritt gleichwohl von vielen Republikanern erwartet worden, berichtet die „Neue Züricher Zeitung“.

Die Diskussion innerhalb der US-Republikaner zieht sich derweil bis auf die Grundfeste der Partei nieder. Viel Zeit bleibt Obamas Gegenpartei aber nicht mehr. Die Vorwahlen sollen vermutlich schon im Januar 2012 beginnen. Die Präsidentschaftswahl selbst ist für den 6. November 2012 anberaumt. Als Favoriten im Lager gelten derzeit Mitt Romney, Ex-Gouverneur von Massachusetts, und Rick Perry, amtierender texanischer Gouverneur. Gemäß aktuellen Umfragen stünden die Chancen für einen der beiden Republikaner die Wahl zu gewinnen, nicht schlecht. Intern werde beiden aber nachgesagt, die eigene Partei noch nicht ausreichend von sich überzeugt zu haben, schreibt das Blatt weiter.