China: Airbus-A380-Auftrag droht Stornierung

Dem Flugzeugbauer Airbus droht die Stornierung des A380-Auftrags aus China. Der europäische Emissionshandel hätte damit Auswirkungen auf Airbus.
Dem Flugzeugbauer Airbus droht die Stornierung des A380-Auftrags aus China. Der europäische Emissionshandel hätte damit Auswirkungen auf Airbus. Foto:wikimedia.org © Alex Chau.

HONGKONG (DerFinanzer) – Dem Flugzeugbauer Airbus droht die Stornierung des A380-Auftrags aus China. Der europäische Emissionshandel hätte damit Auswirkungen auf Airbus. Hong Kong Airlines hatte angekündigt, ihren Großauftrag von 10 Flugzeugen des Typs A380 zu überprüfen. Das berichtet das „Hamburger Abendblatt“ am Freitag.

„Es ist möglich, dass die chinesischen Bestellungen bei Airbus von dem geplanten Emissionshandel beeinträchtigt werden“, erklärte Yang Jianhong, Chef der Airline gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Grund dafür sei, dass sich „jedes Unternehmen […] nach der Politik seines Landes richten“ muss.

Bei dem Emissionenhandel geht es darum, dass seit dem 1.01.2012 Airlines für ihre Emissionen bezahlen müssen. Andere Länder, darunter auch China, hatten im Vorfeld heftig protestiert. Erst letzte Woche hatten sich die Gegner dieser Maßnahme in Moskau getroffen und mit Konsequenzen gedroht, falls Länder wie die USA, Indien, China oder Russland nicht von den Gebüren befreit werden würden. Darunter könnten zum Beispiel Überflugverbote fallen oder eine Einführung von eigenen Überflugsgebüren.

„Was als Lösung für die Umwelt begann, ist zu einer möglichen Quelle eines Handelskonflikts geworden“, betonte Thomas Enders, Chef von Airbus. Hong Kong Airlines hatte im Sommer 2011 zehn A380 bestellt, diese sollten ab 2015 geliefert werden. Bisher sei die Bestellung über einen Warenwert von 4 Milliarden Euro aber noch nicht storniert worden.

Chinesischer Autobauer: Erstes Werk in Europa eröffnet

Ein chinesischer Autobauer hat in Europa sein erstes Werk eröffnet. Das Unternehmen Great Wall wolle künftig mit 120 Mitarbeitern pro Jahr 50.000 Fahrzeuge in Bulgarien produzieren.
Ein chinesischer Autobauer hat in Europa sein erstes Werk eröffnet. Das Unternehmen Great Wall wolle künftig mit 120 Mitarbeitern pro Jahr 50.000 Fahrzeuge in Bulgarien produzieren. Foto: © Great Wall Motors.

BAODING (DerFinanzer) – Ein chinesischer Autobauer hat in Europa sein erstes Werk eröffnet. Das Unternehmen Great Wall wolle künftig mit 120 Mitarbeitern pro Jahr 50.000 Fahrzeuge in Bulgarien produzieren. Das teilte der chinesische Autobauer Great Wall am Mittwoch in einer Pressemitteilung mit.

Der chinesische Autobauer Great Wall arbeitet bei dem Werk mit dem bulgarischen Autohersteller Litex Motors zusammen. Das Werk wurde in Bahowitsa, einem Dorf 150 km von der bulgarischen Hauptstadt Sofia entfernt, am Dienstag eröffnet. In dem Werk soll vorerst das Voleex C10 Modell gefertigt werden, künftig sollen dann der Wingle 5, Voleex C20R und Havel H6 folgen.

„Es ist für uns von strategischer Bedeutung, Zugang zum Markt der Europäischen Union zu bekommen“, wird Great Wall-Firmenchefin Wang Fengying von „Spiegel.de“ zitiert. Seit 15 Jahren exportiert das Unternehmen schon Fahrzeuge ins Ausland. Mit der neuen Fabrik in Bulgarien wird es dem Unternehmen leichter fallen seine Entwicklung in den internationalen Märkten zu gestalten. Außerdem steht das Werk als Symbol dafür, dass chinesische Automarken den Wettbewerb mit den Highend-Marken in Europa angehen.

Panasonic: Verlustwarnung 7,8 Mrd. Euro Minus

Das japanische Elektronikunternehmen Panasonic hat eine Verlustwarnung herausgegeben. Demnach soll im Gesamtjahr ein Minus von 7,8 Milliarden Euro (780 Milliarden Yen) entstanden sein.
Das japanische Elektronikunternehmen Panasonic hat eine Verlustwarnung herausgegeben. Demnach soll im Gesamtjahr ein Minus von 7,8 Milliarden Euro (780 Milliarden Yen) entstanden sein. Foto: wikimedia.org © Chong Fat.

TOKIO (DerFinanzer) – Das japanische Elektronikunternehmen Panasonic hat eine Verlustwarnung herausgegeben. Demnach soll im Gesamtjahr ein Minus von 7,8 Milliarden Euro (780 Milliarden Yen) entstanden sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ am Freitag.

Panasonic hat durch hohe Ausgaben für den Konzernumbau bereits Quartalsverluste von 2 Milliarden Euro (197,6 Milliarden Yen) im vierten Quartal 2011 verbucht. Im Vorjahreszeitraum konnte Panasonic noch einen Gewinn von rund 115 Milliarden Yen erzielen. Experten hatten Panasonic bessere Zahlen vorausgesagt. Sie gingen von einem Quartalsverlust von 8,4 Milliarden Yen aus und für das Gesamtjahr erwarteten sie ein Defizit von 470 Milliarden Yen.

Panasonic ist nicht das einzige Elektronikunternehmen, welches momentan Probleme hat. So haben auch Unternehmen wie Sony oder Sharp Probleme durch die schwache Nachfrage, der starken Währung Yen und generell dem hart umkämpften Elektronik-Markt. Vor allem die starke Konkurrenz durch Samsung macht den Elektronikkonzernen Probleme. Das Geschäftsjahr von Panasonic geht noch bis Ende März 2012, daher werden erst für April genaue Zahlen erwartet.

VW und BMW erzielen in China Absatzrekord

Die Autobauer Volkswagen und BMW konnten im vergangenen Geschäftsjahr ihren Umsatz in China deutlich steigern. VW konnte einen Anstieg von 18 Prozent verzeichnen und BMW sogar 37,6 Prozent.
Die Autobauer Volkswagen und BMW konnten im vergangenen Geschäftsjahr ihren Umsatz in China deutlich steigern. VW konnte einen Anstieg von 18 Prozent verzeichnen und BMW sogar 37,6 Prozent. Foto: © Volkswagen AG

PEKING (DerFinanzer) – Die Autobauer Volkswagen und BMW konnten im vergangenen Geschäftsjahr ihren Umsatz in China deutlich steigern. VW konnte einen Anstieg von 18 Prozent verzeichnen und BMW sogar 37,6 Prozent. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ am Freitag.

China hat für die Autobauer einen wichtigen Stellenwert erreicht. Der Markt gehört mit den USA zum weltweit größten. BMW hat 232.586 Fahrzeuge 2011 in China mit den Marken BMW und Mini abgesetzt. Der Absatz der Marke BMW stieg um 37 Prozent, Mini konnte sogar ein Absatzwachstum um 47,7 Prozent auf 15.518 Fahrzeuge verzeichnen. Der Hauptanteil mit 37,2 Prozent wurde in der Region China inklusive Hong Kong, Taiwan und Macau mit 250.658 Autos erzielt.

VW verkauft 2.26 Millionen Autos auf dem Festland und in Hong Kong. Der Wolfsburger Konzern konnte damit 17,7 Prozent mehr absetzen als noch im Vorjahr. Auf die Marke Volkswagen entfielen direkt 1,72 Millionen Fahrzeuge, was einem Zuwachs um 13,8 Prozent entspricht. Mit der Marke Audi konnte ein Zuwachs von 37 Prozent, was 313.000 Fahrzeugen entspricht erzielt werden. Alleine in China verkauften sich 57.9000 Audi-Modelle. Damit konnte VW einen Zuwachs um 89 Prozent zum Vorjahr generieren. Bis 2016 investiert VW mit seinem Partnern SAIC Motor Corp und FAW Group 14 Milliarden Euro in den chinesischen Markt. „Auch wenn wir schwierigere Bedingungen für die Autoindustrie erwarten, wollen wir unsere führende Marktposition behaupten“, sagte VW-China-Chef Karl Thomas Neumann. Neumann rechnet mit 8 Prozent Wachstum des chinesischen Personenwagenmarktes.

Technickbranche: Schwellenländer lassen Gewinne wachsen

Der weltweite Umsatz mit Unterhaltungselektronik soll, laut einer Prognose, dieses Jahr über eine Billion US-Dollar betragen. Das sei vor allem auf die Hohe Nachfrage in China und Indien zurückzuführen.
Der weltweite Umsatz mit Unterhaltungselektronik soll, laut einer Prognose, dieses Jahr über eine Billion US-Dollar betragen. Das sei vor allem auf die Hohe Nachfrage in China und Indien zurückzuführen.Foto: © Samsung

LAS VEGAS (DerFinanzer) – Der weltweite Umsatz mit Unterhaltungselektronik soll, laut einer Prognose, dieses Jahr über eine Billion US-Dollar betragen. Das sei vor allem auf die hohe Nachfrage in China und Indien zurückzuführen. Das berichtet der „Focus“ am Montag.

Im Vorfeld der der Consumer Electronics Show (CES), erklärte die Consumer Electrics Association (CEA), dass in den Schwellenländern das Wachstum besonders stark sei: „Die Marktchancen verschieben sich von den Industrie- zu den Schwellenländern“, sagte CEA-Chefanalyst Steve Koenig. Die CES startet am Montagabend.

Für 2012 taxiert die CEA den weltweiten Umsatz mit Elektronikgeräten auf 1,038 Billionen Dollar (2011: 993 Milliarden Dollar). Damit würde der Umsatz im Vergleich zu 2011 um 5 Prozent anziehen. Großes Wachstum sieht der Verband in asiatischen Entwicklungsländern (+18 Prozent), vor allem China und Indien, sowie in Lateinamerika (+11 Prozent). Für die USA wird eine Stagnation des Umsatzes erwartet, für Europa sogar ein Sinken.
Der Umsatz in den Industrieländern soll 2012 mit 557 Milliarden Dollar nur noch knapp höher liegen als in den Schwellenländern mit 482 Milliarden Dollar, berichtete die CEA. Die Prognose basiert auf Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und die Zahlen beinhalten bereits die Steuern.

Besonders Smartphones, welche 22 Prozent zulegen sollen sind gefragt. Tablet-Computern haben bereits 2011 einen Höheren Umsatz ausgemacht als Kameras. Andere Sparten in der Unterhaltungsbranche schrumpfen dagegen: DVD-Player, Camcordern, Drucker und Fernseher. Auch Der Absatz von Fernseher werde um nur ein Prozent steigen aufgrund der kräftigen Nachfrage in den Schwellenländern. Für LED-Bildschirmen, internetfähigen Geräten und 3D-Produkte sieht die CEA gute Marktchancen.

Venezuela kämpft mit Inflationrate von 28 Prozent

Venezuela hat mit einer hohen Inflationsrate zu kämpfen. Die venezolanische Teuerungsrate erreichte 2011 27,6 Prozent und ist die zweithöchste der Welt.
Venezuela hat mit einer hohen Inflationsrate zu kämpfen. Die venezolanische Teuerungsrate erreichte 2011 27,6 Prozent und ist die zweithöchste der Welt. Foto: photocase.com © minimalism

CARACAS (DerFinanzer) – Venezuela hat mit einer hohen Inflationsrate zu kämpfen. Die venezolanische Teuerungsrate erreichte 2011 27,6 Prozent und ist die zweithöchste der Welt. Das teilte die Zentralbank des Landes am Donnerstag mit.

Venezuela ist mit seiner Inflationsrate auf dem zweiten Rang weltweit, nur Äthiopien hatte mit einer Preissteigerung um 31,5 Prozent im November eine höhere Teuerungsrate. Im vierten Quartal habe sich die Tendenz der Inflation abgeschwächt, teilte die Banco Central de Venezuela (BCV) mit. Für 2012 erwartet die Zentralbank eine Inflationsrate zwischen 20 und 22 Prozent. Analysten dagegen befürchten, dass die Preissteigerung auf mehr als 30 Prozent steigen könnte. Grund dafür sei die großzügige Geldpolitik und umfangreiche Konjunkturprogramme der Regierung.

Nach Angaben der BCV stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 4,0 Prozent an. Das offizielle Ziel für 2011 waren lediglich 2,0 Prozent gewesen. 2010 war die Wirtschaft von Venezuela um 1,5 Prozent zurückgegangen. Venezuela finanziert die Hälfte seines Staatsetats aus Erdölexporten. Das Land ist in dieser Branche der größte Exporteur in Lateinamerika.

Daimler präsentiert neue Lkw-Marke für Indien

Der Lastwagenbauer Daimler hat einen Lastwagen Made in India vorgestellt.Die neue Marke Bharat-Benz wird in Indien für Inder produziert.
Der Lastwagenbauer Daimler hat einen Lastwagen Made in India vorgestellt.Die neue Marke Bharat-Benz wird in Indien für Inder produziert. Foto: © Daimler AG

STUTTGART (DerFinanzer) – Der Lastwagenbauer Daimler hat einen Lastwagen „Made in India“ vorgestellt. Die neue Marke Bharat-Benz wird in Indien für Inder produziert. Das berichtet „Financial Times Deutschland“ am Donnerstag.

Das Unternehmen wolle vom Wachstum des drittgrößten Lastwagenmarkts der Welt profitieren, sagte Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler vor der Auto Expo Neu-Dehli am Dienstag. Spätestens bis zum dritten Quartal soll die neue Fabrik im indischen Chennai ihre Produktion hochgefahren haben.

Laut Daimler werden die leichten Lkw von Bharat-Benz auf den Fuso Cantern basieren. Die Basis für die schwere Sparte soll der Mercedes-Benz Lkw sein. Probeläufe für die Produktion hätten in Oragadam bei Chennai schon begonnen. Chennai, bis 1996 noch unter dem Städtenamen Madras bekannt, ist in Indien eines der Hauptzentren der Autoindustrie, deshalb wird die Stadt auch gerne „Detroit Indiens“ genannt.

Künftig sollen 80 Prozent der neuen Lkw Teile lokal gefertigt werden. Zunächst sollen 36.000 Lastwagen jährlich produziert werden. Die Produktionsrate könnte auf 70.000 Stück steigen. Bis 2015 investiert Daimler rund 700 Millionen Euro in den neuen Standort. An rund 70 Standorten soll es Ende 2012 Händler für die neue Marke geben.